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Arbons Chancen für ein historisches Museum sind intakt

Ein Podium weckt weiter Hoffnungen, dass das Historische Museum künftig einen Standort in Arbon haben wird.
Christof Lampart
Sie diskutierten im Schloss: Ruedi Baer, Leiter Saurer-Museum, Stadtpräsident Dominik Diezi, Moderator Andrea Vonlanthen, Paul Roth, Generalsekretär Departement für Erziehung und Kultur, und Heier Lang, Präsident Verein Museen im Thurgau. (Bild: Reto Martin)

Sie diskutierten im Schloss: Ruedi Baer, Leiter Saurer-Museum, Stadtpräsident Dominik Diezi, Moderator Andrea Vonlanthen, Paul Roth, Generalsekretär Departement für Erziehung und Kultur, und Heier Lang, Präsident Verein Museen im Thurgau. (Bild: Reto Martin)

Arbon ist ein geschichtsträchtiger Ort: Pfahlbauersiedlung, römische Stadt, im Mittelalter von Bedeutung und Anfang des 20. Jahrhunderts sozusagen sinnbildlich für die Industrialisierung der Region. Stadtpräsident Dominik Diezi zählte am Podium zur Standortfrage des Historischen Museums Thurgau plausible Gründe auf, welche dazu beitragen könnten, dass Arbon den «neugeschichtlichen Teil» des Museums dereinst beherbergen könnte. Das Podium im Schloss wurde von der Arbeitsgruppe «Historisches Museum Thurgau in Arbon» organisiert. Dies anlässlich des Kultur- und Museumstages, der am Samstag in Arbon stattgefunden hat (vgl. Kasten). Moderiert wurde die Gesprächsrunde am Samstagmorgen von Kantonsrat Andrea Vonlanthen.

Diezi sagte, er begrüsse die Stossrichtung, welcher der Kanton Thurgau in seiner Museumsstrategie 2016-2019 verfolgt. «Der Thurgau hat ein klares Zentrum. Umso sinnvoller wäre es, wenn man die kantonalen Museen über den ganzen Kanton verteilen würde. So wie wir es verstehen, ist es eine gute Strategie», so Diezi.

«Der Oberthurgau hat eine starke Stimme»

Die Wahrscheinlichkeit, dass die «alte Thurgauer Geschichte» auch künftig im Schloss Frauenfeld bleibe, sei, so Paul Roth, Generalsekretär des kantonalen Departementes für Erziehung und Kultur, jedoch relativ gross. «Denn wir haben keine alternative Nutzung für das Schloss, und es gibt zudem viele attraktive Ausstellungen rund ums Schloss herum, bei denen wir Synergien nutzen können».

können». Aktuell gehe es darum einen Standort für einen zusätzlichen Bau zu finden, in der die neuere Thurgauer Geschichte untergebracht werden soll. Bezüglich der Standortevaluation befände man sich mitten im Prozess, so Roth. Aktuell seien noch folgende Orte im Rennen: Kreuzlingen, Romanshorn, Arbon, Frauenfeld und Weinfelden. Die Chancen Arbons seien «absolut intakt». Massgeblich zu dieser Einschätzung hat laut Roth Folgendes beigetragen: «Die Stimme, die wir in dieser Frage aus dem Oberthurgau vernehmen, ist koordiniert und stark».

Der Weg zum neuen Museum ist noch weit

Bis zum Frühling 2020 werde die sich mit der Standortevaluation befassende Arbeitsgruppe einen Bericht samt Empfehlung an den Regierungsrat weiterleiten, danach werde das weitere Vorgehen geradezu klassisch sein: Projektentscheid des Regierungsrates, Vorprojekt, Bauprojekt, Botschaft an den Grossen Rat und Volksabstimmung. Dies alles mache für ihn, so Roth, eines deutlich: «Der Weg zu einem neuen oder ergänzenden Historischen Museum wird noch ein längerer sein.»

Heier Lang, Präsident des Vereins Museen im Thurgau, sagte, dass sein Verein sich dafür einsetze, dass auch kleine Museen ihre Archive sichten und professionell auswerten könnten. Die ist ganz im Sinne des Leiters des Saurer-Museums, Ruedi Baer: «Ich finde, dass die kantonale Museumsstrategie zu viel in Steine und zu wenig in Inhalte investiert.» Auf Dauer seien aber nicht die Steine das Teuerste, sondern die Sicherung von Sammlungen.

Arboner Kulturtag

Das Podium zur Standortfrage des Historischen Museums des Kantons Thurgau war am Samstag eine von mehreren Stationen am Kultur- und Museumstag. Museen, Kulturgesellschaften und -vereine präsentierten sich mit einem vielfältigen Programm von 11 bis 23 Uhr. Initiantin war eine Arbeitsgruppe, die sich dafür einsetzt, dass das Historische Museum von Frauenfeld nach Arbon kommt – oder zumindest Teile davon. (afl)

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