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300'000 Franken sind zu viel: Arboner Stadtrat berät nochmals über Verschiebung einer Bushaltestelle

Nach heftiger Kritik seitens der Bevölkerung prüfen die neuen Amtsträger erneut, ob die Bushaltestelle Alpenblick verschoben wird. Der Kredit von 300'000 Franken wurde vorerst aufgehoben.
Pascal Moser
Der Kredit für die Verschiebung der Bushaltestelle Alpenblick wurde aufgehoben. Fast 300'000 Franken waren für das Projekt eingeplant. (Bild: Pascal Moser)

Der Kredit für die Verschiebung der Bushaltestelle Alpenblick wurde aufgehoben. Fast 300'000 Franken waren für das Projekt eingeplant. (Bild: Pascal Moser)

Die Empörung vieler Arboner war gross, als der Stadtrat mitteilte, fast 300000 Franken für die Verschiebung der Bushaltestelle beim «Alpenblick» auszugeben. Sie sollte auf gleiche Höhe mit der Haltestelle in Gegenrichtung zu stehen kommen.

Der Kredit sollte ausserdem für eine behindertengerechte Gestaltung und die Erweiterung der Haltestellen eingesetzt werden. Dies obwohl die Stadt mit 50 Millionen Franken verschuldet ist und den höchsten Steuerfuss des Kantons hat. In den sozialen Medien gab der Entscheid viel zu reden und sorgte für Unverständnis.

Es fehlt die Zeit für Studium des Konzeptes

Dominik Diezi, neuer Stadtpräsident von Arbon, stellte letzte Woche in Aussicht, dass der neue Stadtrat an seiner ersten Sitzung noch einmal über die Vergabe des Kredits diskutieren werde. Dies war am Dienstag der Fall. Das Resultat: Die Behörde hat den Beschluss ihrer Vorgänger aufgehoben. Der Stadtrat liess sich erklären, was zu dem umstrittenen Entscheid geführt hatte. «Dabei stellte sich heraus, dass die Verschiebung der Bushaltestelle Alpenblick Teil eines grösseren Konzepts ist», sagt Diezi. Allerdings habe die Zeit gefehlt, dieses Konzept im Detail zu studieren. Dies will der Stadtrat nun nachholen.

Den früheren Entscheid zu verstehen, ist laut Diezi schwer, und er werfe viele Fragen auf. Das Dossier soll nun von der Abteilung Bau und Umwelt erneut geprüft und beurteilt werden, bevor weitere Beschlüsse gefasst werden.

Diezi will die Bevölkerung auf dem Laufenden halten

«Wir sind nicht alleine, alle Absprachen erfolgen zusammen mit dem Kanton», sagt Diezi. Die Angelegenheit nimmt er ernst und verspricht, die Bevölkerung zu informieren, sobald neue Erkenntnisse vorliegen. Man müsse sich aber die nötige Zeit für eine genaue Prüfung nehmen.

«Wie wir uns auch immer entscheiden werden, es steht fest, dass zwischen dem Stadtrat und den Einwohnern Bedarf an Informationsaustausch besteht.»

Klar sei, dass die Haltestelle einer Sanierung bedürfe. Diese sollte jedoch um einiges günstiger sein als das ursprünglich bewilligte Bauprojekt.

Haltestellen müssen behindertengerecht sein

Nicht alle Bushaltestellen in Arbon sind behindertengerecht gestaltet. Sie müssten es bis spätestens 2023 sein. SP-Parlamentarier Köbi Auer hat sich in einer Interpellation beim Stadtrat erkundigt, wie gross die Chancen sind, dass der gesetzliche Auftrag fristgerecht erfüllt wird. Die Behörde verspricht, nach Möglichkeit alles zu unternehmen», um dem Auftrag nachzukommen. Handlungsbedarf besteht auf den Gemeindestrassen bei der Haltestelle «Bergli» und beim «Alten Werkhof», die dieses beziehungsweise nächstes Jahr angegangen werden sollen. Bei den 13 Haltestellen auf Kantonsstrassen wie derjenigen beim «Alpenblick» sucht die Stadt die Zusammenarbeit mit Frauenfeld. Denkbar sei, dass nicht alle rechtzeitig umgebaut sein werden. (mso)

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