Arboner Stadtparlamentarier wittert einen Deal

Die Stadt hat HRS für die «Breeze»-Überbauung am See das Näherbaurecht erteilt. Pascal Ackermann (SVP) will nun wissen, was dahinter steckt.

Annina Flaig
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Die HRS baut auf dem ehemaligen Jumbo-Areal direkt am See zwei Wohnblöcke und gestaltet die Grünfläche der benachbarten Parzelle. (Bild: Donato Caspari)

Die HRS baut auf dem ehemaligen Jumbo-Areal direkt am See zwei Wohnblöcke und gestaltet die Grünfläche der benachbarten Parzelle. (Bild: Donato Caspari)

Pascal Ackermann sorgt sich um die städtische Parzelle neben der neuen Überbauung namens «Breeze» direkt am See. Ein Artikel dieser Zeitung gibt Anlass zu Fragen, wie er in der Fragerunde der Parlamentssitzung am Dienstag ausführt.

Im Artikel stand, dass die Stadt der HRS Real Estate AG die Planung der Grünfläche auf ihrem Grundstück überlässt (TZ vom 9. Februar). Ackermann will vom Stadtrat wissen, ob es zwischen der Stadt und HRS einen Deal gebe. Ob HRS also die Gestaltung und Finanzierung der städtischen Parzelle übernehme, weil sie im Gegenzug von der Stadt das Näherbaurecht erhalte. Über das Näherbaurecht hatte Balg das Parlament bereits vor rund einem Jahr informiert.

Antwort des Stadtpräsidenten ist enttäuschend

«Gegenüber den Investoren stellen wir die Vorteile für deren Überbauung in den Vordergrund und erreichen so, dass diese sich bereiterklären, einen Beitrag zu leisten», sagt Balg in seiner Antwort. Weiter betont er, dass es dem Stadtrat wichtig sei, dass die Uferzone öffentlich bleibe, was fast überall der Fall sei. Gemäss Balg entsteht auf dem Grundstück der Stadt eine attraktive Grünfläche, die den Anforderungen einer Landschaftszone entspricht.

Ackermann zeigt sich über die Antwort enttäuscht. «Ob das Näherbaurecht nun tatsächlich Teil eines Deals ist, darauf ist Balg leider nicht eingegangen», sagt Ackermann auf Nachfrage.