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Arboner Premiere mit Nachhall

Es war ein Wagnis, die Stimmen für ein gemeinsames Projekt zu vereinen: Das Publikum verdankte es den Arboner Sängern und dem Jodelclub Echo vom Bodensee mit Ovationen.
Max Eichenberger
Jürg Meyer dirigiert den Jodelclub Echo vom Bodensee.(Bild: May Eichenberger)

Jürg Meyer dirigiert den Jodelclub Echo vom Bodensee.
(Bild: May Eichenberger)

Gewohnt, als Alleinunterhalter Auftritte zu bestreiten, war der Einstieg in das Projekt «Singen mit Echo» für den traditionsbewussten Jodelclub Echo vom Bodensee ein Wagnis. Ein Schritt, der auch etwas Überwindung gekostet hat, wie die Protagonisten einräumen. Der Mut, sich auf Neues zuzubewegen, hat sich gelohnt. Nach dem Konzertabend am Sonntag gemeinsam mit den Arboner Sängern auf der Presswerk-Bühne jedenfalls strahlten sie alle über das Ergebnis: Jodler und Sänger, die beiden musikalischen Leiter Leo Gschwend und Jürg Meyer, sowie die über 400 Besucher im Saal, die sich dieses aussergewöhnliche Konzerterlebnis zu Gemüte geführt hatten. Sogar zusätzliche Stühle mussten herbeigeschafft werden, um dem Ansturm zu begegnen.

Arboner Volkskultur setzt starkes Zeichen

Der Stolz schwang denn auch mit, der Arboner «Volkskultur» mit diesem gemeinsamen Konzert Resonanz verschafft und ein starkes Identitätszeichen gesetzt zu haben. Dass solche «spartenübergreifende» Projektarbeit honoriert wird, hat Leo Gschwend in veschiedenen Funktionen schon mehrfach bewiesen. Die Annäherung zwischen dem Männerchor und den Jodlern, was auch bedeutete, Gewohnheiten aufzubrechen, erfolgte in Zwischenschritten, deuteten die Protagonisten offen an. Man habe sich «eingefühlt» in das jeweilige andere Genre. Sogar Jodel-Stunden hätten die Sänger genommen.

Der Gewinn war schliesslich ein beidseitiger. Das zweistündige Programm mit Einzel- und gemeinsamen Vorträgen quittierte das Publikum mit Ovationen. Das zur Presswerk-Hymne umfunktionierte «Das alte Haus» und das vielstimmige «La Montanara», mit Unterstützung des Akkordeonisten Raphael Brunner, setzten dabei den fulminanten Schlussakkord beider Programmhälften. Brunner und der kolumbianische Flötist Juan Carlos Diaz ihrerseits setzten mit ihrem «Collective Music Experience» einen programmatischen Kontrapunkt und entpuppten sich damit zudem als verbindendes Scharnier zwischen Sängern und Jodlern. Die neu geschmierte gesangliche Solidarität unterstrich auch der Damenchor Arbon auf seine Weise: Er übernahm als seinen Part die Festwirtschaft. Eine Tradition liessen sich die Jodler nicht nehmen: ausschliesslich ihren weiblichen Mitgliedern einen Blumenstrauss überreichen zu lassen.

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