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Arboner IG Metropol kritisiert den Kanton

Das Departement für Bau und Umwelt entschied Ende August, das Hotel Metropol nicht unter Schutz zu stellen. Nun verlangt die Interessengemeinschaft Metropol in einem offenen Brief an Departementsvorsteherin Carmen Haag eine klare Begründung.
David Grob
Das Hotel Metropol steht seit Jahren leer. (Bild: David Grob)

Das Hotel Metropol steht seit Jahren leer. (Bild: David Grob)

Der Entscheid traf die Interessensgemeinschaft Metropol mitten ins Herz. Denn das Departement für Bau und Umwelt (DBU) lehnte einen Rekurs des Thurgauer Heimatschutzes ab, wodurch das Hotel Metropol am Arboner Seeufer nicht unter Schutz gestellt wird. Damit erreichte die Immobilienfirma HRS einen Etappensieg in ihrem Plan, auf der Parzelle des «Metropols» am See zwei vierzig Meter hohe Wohntürme zu errichten. 2011 sammelte die IG Metropol 4000 Unterschriften zum Erhalt des Hotels von 1962. Nun geht wohl ein langjähriger Streit zu Ende.

Die Verantwortlichen der IG Metropol regieren mit einem offenen Brief an Departementsvorsteherin Carmen Haag auf den Entscheid. Mitunterzeichner und SVP-Kantonsrat Andrea Vonlanthen sagt: «Wir haben bisher keine Begründung vom Kanton erhalten und erhoffen uns eine klärende Antwort.» Die IG Metropol verstehe sich schliesslich auch als Sprachrohr der Arboner Bevölkerung.

Kern der Fragen sind für Vonlanthen zwei Punkte, in denen die IG den Entscheid des Kantons nicht nachvollziehen kann:

«Aus unserer Sicht missachtet das Departement für Bau und Umwelt ein Gutachten der Denkmalpflege.»

Dieses spricht dem «Metropol» einen Schutzstatus zu. «Warum wurde dieses Gutachten bei Ihrem jetzigen Entscheid nicht höher gewichtet?», fragen die IG-Verantwortlichen im Brief. Vonlanthen sagt:

«Damit unterläuft das DBU mit der Denkmalpflege eine eigene Institution, die sonst immer hochgehalten wird.»

Ausserdem wollen die Vertreter der IG wissen, warum ein Gutachten, das von der Immobilienfirma HRS in Auftrag gegeben worden sei, offensichtlich höher gewichtet werde.

Für Vonlanthen – und hier zeigt sich sein zweiter Punkt – stelle das DBU ökonomische Interessen über denkmalpflegerische Überlegungen. Die IG Metropol will deshalb weiter wissen, warum das DBU einen Investor unterstütze, der mit nicht zonengerechten Wettbewerben versuche, eine Zonenplanänderung durchzusetzen.

Der Generalsekretär des DBU Marco Sacchetti möchte den gefällten Entscheid nicht inhaltlich kommentieren. Sacchetti sagt:

«Unser Departement hat den Entscheid den rechtsbeteiligten Akteuren mitgeteilt.»

Die IG Metropol gehöre nicht dazu, wohl aber der Heimatschutz Thurgau. «Natürlich kann der Fall ans Verwaltungsgericht als nächste Instanz weitergezogen werden», sagt Sacchetti. Diesen Schritt vollzieht der Heimatschutz indes nicht.

«Wir sind enttäuscht, dass der Heimatschutz darauf verzichtet – zumal wir bereits mehrere tausend Franken für ein Verfahren gesammelt haben», sagt Vonlanthen. Damit sei die Geschichte ums Hotel Metropol wohl abgeschlossen. Aber Vonlanthen kündigt bereits neuen Widerstand an:

«Wir wollen nun den Bau der beiden Wohntürme auf dem Areal verhindern.»

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