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Arboner Feuerwehr steht in der Kritik

Die FGK bezeichnet die Feuerwehr-Finanzen als «desaströs». Der Arboner Stadtrat Konrad Brühwiler wehrt sich gegen die Vorwürfe und erklärt die Verschuldung. Am Dienstag wird das Stadtparlament darüber befinden.
Annina Flaig
Eine Feuerwehr im Einsatz. Archivbild: Keystone

Eine Feuerwehr im Einsatz. Archivbild: Keystone

Die deutlichen Worte finden sich auf Seite neun: Als «desaströs» wird dort die Entwicklung der Arboner Feuerwehr-Finanzen bezeichnet. Auf zwei halben Seiten des insgesamt 21-seitigen Berichts zur Rechnung 2017 legt die Finanz- und Geschäftsprüfungskommission (FGK) dar, wieso sie mit der Finanzierung der Feuerwehr nicht einverstanden ist. «Ja, wir haben in den letzten drei Jahren rund 265 000 Franken aus der Spezialfinanzierung entnehmen müssen», sagt der zuständige Stadtrat Konrad Brühwiler auf Anfrage. Dies als desaströs zu betiteln, ist aus seiner Sicht aber «eine absolute Überzeichnung».

Brühwiler hatt keine Freude

Brühwiler hatte keine Freude Das Defizit bei der Feuerwehr ist laut Konrad Brühwiler erklärbar. Das werde er auch am Dienstag betonen, sagt er. Dann nämlich wird sich das Parlament im Zusammenhang mit der Rechnung 2017 mit den Vorwürfen der FGK beschäftigen. Fakt ist, dass der Pott der Spezialfinanzierung nun aufgebraucht ist. «Mit der Entnahme von 109 000 Franken in der Rechnung 2017 fällt die Spezialfinanzierung ins Minus», hält die FGK fest. Abgerundet rund 61 000 Franken beträgt die Summe, welche die Feuerwehr der Stadt schuldet. «Ich hatte auch keine Freude, als ich diese Zahlen sah», sagt Brühwiler. Die FGK hat sich bei Brühwilers Abteilung Protokolle aushändigen lassen, aus denen hervorgeht, dass die Verantwortlichen die Entschädigungen aufgrund eines Berechnungsfehlers zu tief schätzten. «Da gibt es nichts zu beschönigen», gibt Brühwiler zu. Das sei allerdings nur einer der Gründe für das Defizit. Weitere Gründe seien die Soldanpassung sowie die Erhöhung der Pikettentschädigung per 1. Januar 2017. Dadurch gehöre Arbon – was die Höhe der Entschädigungen angeht – nun zum Mittelfeld der Thurgauer Stützpunktfeuerwehren. «Das ist nichts anderes als eine angemessene Wertschätzung der Feuerwehrleute.» Dafür stehe er ein. Als weiteren Grund nennt er aussergewöhnlich viele Neueintritte und den neu gegründeten Bereich Absturzsicherung. All das habe höhere Ausbildungs- und Soldkosten verursacht. «Dafür haben wir in der Feuerwehr kein Nachwuchsproblem. Das ist löblich», hält er fest.

Die GFK erwartet griffige Massnahmen

Die GFK erwartet griffige Massnahmen In ihrem Bericht fordert die FGK den Stadtrat auf, umgehend griffige Massnahmen zu treffen, damit die Rechnung ausgeglichen und die Spezialfinanzierung geäufnet werden kann. Als erste Massnahme wurde bereits letzten Sommer das Dienstalter von 50 auf 52 Jahre angehoben. Damit müssen diejenigen, die keinen freiwilligen Feuerwehrdienst leisten zwei Jahre länger die Ersatzabgaben bezahlen. Für die Rechnung 2018 sollten dadurch rund 80 000 Franken mehr Steuergelder eingenommen werden können. Darüber hinaus hat sich die Feuerschutzkommission laut Brühwiler bereits mehrmals getroffen, um Lösungen zu finden. Zuletzt wurde gestern Abend über ein neues Modell zur Pikettentschädigung beraten.

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