Arboner Fasnächtler in Trauer wegen Absage: Die Stadt stellt ihnen Hilfe in Aussicht

Die Absage der Arboner Fasnacht trifft die Organisatoren doppelt: Sie haben tausende Stunden Arbeit umsonst in die Vorbereitung des Grossanlasses investiert. Und es sind ihnen zehntausende Franken an Einnahmen entgangen. Die Veranstalter wollen aber nicht aufgeben und hoffen auf die Solidarität der Bevölkerung.

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Traurige Gesichter beim Fasnachtsapéro.

Traurige Gesichter beim Fasnachtsapéro.

(Bild: PD)

(red) Knapp zwei Stunden vor dem Beginn der traditionellen 48. Arboner Fasnacht wurde durch die Verantwortlichen der Stadt Arbon in Absprache mit den organisierenden Vereinen entschieden, sämtliche Veranstaltungen abzusagen. Da sich für den internationalen Umzug am Sonntag bereits 1400 Umzugsteilnehmer angemeldet und tausende von Zuschauern angekündigt haben, war aufgrund der Verordnung des Bundes «Grossveranstaltungen mit über 1000 Teilnehmenden zu verbieten» rasch klar, dass der Umzug nicht durchgeführt werden kann. Vermutlich hätten die Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mit weniger Teilnehmenden durchgeführt werden können.

«Aber aus Solidarität mit anderen Grossveranstaltungen, der Kohärenz sich solch drastischen Massnahmen anzuschliessen und vor allem dem Umstand, dass die Organisatoren nicht einen einzigen Ansteckungsfall verantworten konnten und wollten, wurden alle Veranstaltungen abgesagt», schreiben die Veranstalter in einer Mitteilung.

Ganz liessen die Fasnächtler sich die Fasnacht nicht nehmen: Am Sonntag machen sie einen Schweigemarsch auf der Umzugsroute.

Ganz liessen die Fasnächtler sich die Fasnacht nicht nehmen: Am Sonntag machen sie einen Schweigemarsch auf der Umzugsroute.

(Bild: PD)

Anstelle der Stadthausstürmung wurde eine kurze Infoveranstaltung gemeinsam mit der Stadt und einem Apéro durchgeführt. Um die Umsatzeinbrüche wenigstens in den Beizen gering zu halten, wurden kleinere Guggenkonzerte in den Beizen durchgeführt. Anstelle des grossen Umzuges wurde ein kleiner Schweigemarsch der Fasnächtler entlang der Umzugsstrecke bei schönstem Wetter durchgeführt.

Fasnächtler geben nicht auf

Nun gehe es darum, den finanziellen Schaden zu reduzieren. «Zum Zeitpunkt der Absage sind praktisch alle Ausgaben bereits getätigt worden und es konnten keine Einnahmen generiert werden», heisst es in der Mitteilung weiter. Die Fasnächtler werden nach eigenen Angaben alles daransetzen, um den Fortbestand der Arboner gewährleisten zu können. Bereits gekaufte Eintritte für die Veranstaltungen können auf die Fasnacht 2021 übertragen werden oder werden rückerstattet.

Die Fasnächtler spenden sich gegenseitig Trost.

Die Fasnächtler spenden sich gegenseitig Trost.

Bild: PD)

Sehr gerne nehmen die Fasnächtler einen möglichen Verzicht auf das Eintrittsgeld auch als Spende entgegen. Die betroffenen Zuschauer können sich bei den Vorverkaufsstellen bis Ende März 2020 melden.

Damit die Fortsetzung der Arboner Fasnacht gewährleistet werden kann, nehmen die Organisatoren auch weitere Unterstützungsbeiträge oder Spenden gerne entgegen. Weitere Informationen können auf den Webseiten www.fasnachtarbon.ch und www.hueler.ch entnommen werden.

Stadt möchte Fasnächtlern entgegenkommen

Der Stadtrat hat Verständnis für die missliche Situation, in der sich die Arboner Fasnächtler als Folge der kurzfristigen Absage aller Veranstaltungen befinden, schreibt die Stadt auf Anfrage. «Er will ihnen deshalb auch entgegenkommen.» Er werde in naher Zukunft das Gespräch mit den Verantwortlichen suchen und dann bestimmen, wie genau sein Entgegenkommen aussehen soll.

Bankverbindungen Fasnachtsgesellschaft Lällekönig Arbon: CH46 8080 8008 9249 1156 1, Raiffeisenbank Regio Arbon, 9320 Arbon Arbor Felix Hüüler, CH11 8130 7000 0070 8980 9, Raiffeisenbank Regio Arbon, 9320 Arbon