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Arboner debattieren über die Altstadt

Am Podium der Interpartei liefern Pro und Kontra ihre Argumente zur Vorlage «Lebensraum Altstadt». Es werden auch düstere Bilder gezeichnet, zum Beispiel von der toten Altstadt, toten Katzen und sich zu Tode sparen.
Annina Flaig
Die Vorlage "Lebensraum Altstadt" will das Zentrum im Städtli aufwerten. (Archivbild: Max Eichenberger)

Die Vorlage "Lebensraum Altstadt" will das Zentrum im Städtli aufwerten. (Archivbild: Max Eichenberger)

«Jede vernünftige Hausfrau weiss, dass man zuerst Geld sparen muss, bevor man sich eine schöne Lampe kaufen kann.» Das ist eine Aussage von Heinz Gygax (SVP) am Montagabend im Seeparksaal. Sie fällt mitten im Podium der Interpartei zur umstrittenen Vorlage «Lebensraum Altstadt», über welche die Arboner am 23. September abstimmen.

Heinz Gygax (SVP)

Heinz Gygax (SVP)

Gygax empfindet es als Anmassung, dass eine hoch verschuldete Stadt wie Arbon dem Volk einen 2,7 Millionen-Kredit zur Aufwertung der Altstadt vorlegt, die unter anderem auch ein Beleuchtungskonzept enthält. Mit einem derart kostspieligen Projekt müsse man zuwarten, bis man genügend Eigenmittel habe.

Andrea Vonlanthen (SVP)

Andrea Vonlanthen (SVP)

Die SVP hat bisher als einzige Partei die Nein-Parole gefasst. Jedoch nicht einstimmig. So steht SVP-Kantonsrat Andrea Vonlanthen für die Befürworter auf dem Podium und plädiert für eine gesunde Investitionspolitik. «Eine Firma die nicht investiert, spart sich zu Tode.» Das breit abgestützte Projekt sei in unzähligen Arbeitsgruppen während acht Jahren sauber erarbeitet worden. «Wie lange wollt ihr denn noch planen?», fragt er die Gegner.

Politiker streiten über die Leitungen im Boden

Luzi Schmid (CVP)

Luzi Schmid (CVP)

Auch an den Werkleitungen scheiden sich die Geister. Luzi Schmid (CVP) stellt die Aussagen der Stadt in Frage, wonach 90 Prozent des insgesamt 5,1 Millionen Franken teuren Projekts in den kommenden Jahren für Sanierungsmassnahmen sowieso anfallen würden. Er behauptet, dass einige Leitungen erst 25 Jahre alt seien. «Man kann davon ausgehen, dass die noch eine Weile halten werden.»

Die Gegner brauchen keine Almosen

Das Projekt hat laut Schmid insgesamt noch zu viele Fragezeichen. «Wir kaufen eine tote Katze im Sack.» Sogar die zwei Millionen, die der Bund der Stadt für das Projekt zugesichert hat, stellt Schmid in Frage.

Hierzu fügt Gygax an: «Eine Stadt wie Arbon muss sowieso in der Lage sein, für ihre Werkleitungen selber aufkommen zu können, anstatt auf Almosen des Bundes zu schielen.» Diese Aussage löst bei Andrea Vonlanthen Kopfschütteln aus. Er wirft den Gegnern vor, Misstrauen zu schüren und mit ihrer Verzögerungstaktik die Altstadt sterben zu lassen.

Im Hinblick auf die Arboner Finanzlage sagt er: «Ich glaube nicht, dass wir in unserer Situation so grossherzig sein sollten. Es wäre wirklich dumm, wenn wir diese Millionen von auswärts jetzt nicht in Anspruch nehmen.»

Pro-Komitee will gasgeben

Max Gimmel (FDP)

Max Gimmel (FDP)

«Es ist absurd, die Bundesgelder nun in Frage zu stellen», sagt Max Gimmel (FDP). Die Aufwertung der Arboner Altstadt und die entsprechenden Bundesbeiträge seien im Rahmen des Agglomerationsprogramms Neue Linienführung Kantonsstrasse (NLK) aufgeführt und bewilligt. «Das höre ich hier zum ersten Mal», sagt Schmid. «Das steht schwarz auf weiss in der Botschaft», kontert Gimmel, der am Ende des Podiums auch das Schlusswort liefert: «Man kommt nicht weit, wenn man mit angezogener Handbremse durch die Welt fährt. Man muss auch mal Gas geben können.»

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