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Arboner Baum-Streit ist beendet – jetzt kann gebaut werden

Nach langwierigen Diskussionen soll auf dem Bündnerhof-Areal in Arbon endlich etwas gehen. Der Stadtrat hat die Bewilligung für eine Überbauung erteilt.
Max Eichenberger
Der Flecken nahe der Novaseta liegt brach. Bild: Max Eichenberger

Der Flecken nahe der Novaseta liegt brach. Bild: Max Eichenberger

Die unschöne Brache beim Novaseta-Kreisel nach dem Abbruch des Bündnerhofes könnte bald verschwunden sein. Damit könnte ein langes Hickhack um den Erhalt der Platane auf dem Grundstück und damit zusammenhängend die Verträglichkeit neuer Bauten an diesem Standort enden. Der Stadtrat in Arbon hat jetzt für ein neu erarbeitetes Bauprojekt die Baubewilligung erteilt. Selbstverständlich unter einigen Auflagen.

Wann der Grundeigentümer Carmelo Pepi das Projekt realisiert, ist noch offen. Die Bewilligung ist noch nicht rechtsgültig. «Zunächst laufen noch Rechtsmittelfristen», sagt der zuständige Stadtrat Peter Gubser.

Diese Fristen seien abzuwarten, erklärt Architekt Raphael Künzler. Dessen Projekt erfüllt die städtebaulichen Anforderungen. Es nimmt auch Rücksicht auf die Platane, die in ihrer markanten Erscheinung stehen bleibt.

Erst die Denkmalpflege, dann die Platanen-Anhänger

Der Bauherr wollte ursprünglich ohne den Baum planen und ihn fällen, da er angeblich ein Sicherheitsrisiko darstelle. Ein Gutachter bescheinigte der Ahornplatane, die im kommunalen Schutzplan aufgeführt ist, dann allerdings in dieser Streitfrage eine «gesunde Vitalität». Eine von über 1500 Personen unterschriebene Petition hatte den Baum zum öffentlichen Zankapfel stilisiert.

Abgesehen von der emotionalen Streitfrage um die Platane, gab es noch ein weiteres Problem: Auch das ursprüngliche wuchtige Projekt vermochte es nicht, die Ortsbildkommission und die zuständige Bewilligungsbehörde zu überzeugen. Auch nicht in überarbeiteter, leicht redimensionierter Form.

Aus Frust wollte der Grundeigentümer, der beim Kauf des Bündnerhofs vor über sechs Jahren damit gerechnet hatte, die Parzelle ohne Einschränkungen überbauen zu können, das Grundstück wieder verkaufen. Schon einem Abbruch des baufälligen Bündnerhofs mit Arbeiterwirtschaft hatte sich die Denkmalpflege zuvor quer gestellt.

Der Stadtrat stellte dann die Abbruchbewilligung doch aus. Im Januar 2016 wurde die Liegenschaft geschleift. Mit der Ausarbeitung eines neuen Projektes hatte der Bauherr schliesslich einen anderen Architekten beauftragt.

«Anspruchsvoller als als auf der grünen Wiese»

Mit diesem Wurf scheint nun Pepi – vorbehältlich der Behandlung allfälliger Einsprachen – zu reüssieren. «In der Stadt zu bauen ist anspruchsvoller als auf der grünen Wiese», weiss Künzler um die Herausforderung, einen Bau zu konzipieren, der nicht nur städtebaulich zu überzeugen vermag, sondern sich auch wirtschaftlich trägt.

Statt eines Baukörpers über das Eck beim Kreisel (St. Galler-/Landquartstrasse) sieht das Projekt zwei Bauten vor: einen viergeschossigen Hauptbau mit Gewerberäumen im Parterre und fünf Wohnungen in den Obergeschossen der St. Gallerstrasse und dem Kreisel zugewandt sowie ein kleinerer Bau im hinteren Bereich mit Gewerbe- und Wohnnutzung. Diese ortsbauliche Typologie mit rückwärtigen Infrastrukturgebäude entlang der Landquartstrasse werde aufgenommen, ebenso die Fassadenflucht an der Hauptverkehrsachse, sagt Künzler. Die demolierte löchrige Arealabschrankung ist letzte Woche durch eine Bretterwand ersetzt worden

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