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Arboner Architekten planen eine Flaniermeile auf dem Hafendamm

Der grosse Parkplatz auf dem Hafendamm ist vielen ein Dorn im Auge. Nun hat eine Planergruppe Möglichkeiten ausgelotst, wie dieser Ort künftig Touristen und Anwohner gleichsam erfreuen kann.
Annina Flaig
Der Hafendamm: Früher ein Kiesumschlagplatz, heute ein Parkplatz, künftig vielleicht eine Flaniermeile. (Bild: David Grob)

Der Hafendamm: Früher ein Kiesumschlagplatz, heute ein Parkplatz, künftig vielleicht eine Flaniermeile. (Bild: David Grob)

Der Hafendamm ist Arbons Finger auf den See. Ein idealer Ort, um Kies umzuschlagen. Denn so wurde diese Fläche über Jahrzehnte genutzt. Die Kieshaufen sind Parkplätzen gewichen. Es ist ein Ort mit viel Potenzial. Aber schön ist er nicht.

«Eine touristische Zone mit Zukunft», wünscht sich etwa SP-Parlamentarierin Ruth Erat, die letztes Jahr im Rahmen eines Vorstosses ein Konzept für die Hafendammnutzung forderte. Doch auch der Kanton hatte darauf gepocht, dass ein Nutzungskonzept erstellt wird (unsere Zeitung berichtete). Daraufhin hat der Stadtrat eine Planergruppe für rund 30'000 Franken beauftragt, eine Konzeptstudie zu erarbeiten. Diese liegt nun vor, wie Stadtpräsident Andreas Balg auf Anfrage sagt. Inhaltlich könne er noch nicht viel dazu sagen. Balg verspricht:

«Wir werden ausführlich informieren, wenn die Stellungnahme des Kantons vorliegt.»

Arbons Stadtpräsident Andreas Balg (Bild: Max Eichenberger)

Arbons Stadtpräsident Andreas Balg (Bild: Max Eichenberger)

Der Kanton, welcher das Land an die Stadt abgetreten hat, habe sozusagen ein Vetorecht. Dieses ist in Form einer Benutzungsbeschränkung auch im Grundbuch festgehalten. «Das Ufergelände muss dauernd seinem Zweck als öffentliche Anlage erhalten bleiben, und es darf diesem Zweck ohne Zustimmung des Regierungsrates nicht entfremdet werden», zitiert Balg.

Als «heisses Eisen» will Architekt Raphael Künzler die rund 10'000 Quadratmeter grosse Fläche allerdings nicht bezeichnen. Er ist es, der zusammen mit den beiden Arboner Architekten Roland Morgenegg und Feliciano Gervasi die Konzeptstudie erarbeitet hat. Künzler sagt:

«Wir haben aufgezeigt, welche Möglichkeiten für die Zukunft des Hafendamms sinnvoll sind.»

Unbestritten sei, dass der Handelsplatz von damals ganz anderen Bedürfnissen habe gerecht werden müsse, als es eine Touristikzone heute müsste. Eine solche soll beim Hafendamm nämlich entstehen (siehe Kasten). «Jemand, der hier im Sommer flaniert, möchte ein Glace essen.» Die Situation mit verschiedenen Glacé- und Imbisswagen, wie sie auch diesen Sommer auf dem Areal zwischen dem neuen Schlosshafen und dem alten Hafen herumstanden, bezeichnet er als unbefriedigend. «Das Angebot muss gebündelt werden.» Daneben sei auch ein saisonal betriebener Shop, in welchem sich Bootsbesitzer zum Beispiel mit Schwimmwesten eindecken könnten, denkbar.

Pavillon ist gescheitert

Im Sommer 2017 lag ein Projekt für einen Gastro-Pavillon auf dem Hafendamm öffentlich auf. Nach Diskussionen hatte der Stadtrat eingesehen, dass ein solches Projekt in einer Zone für öffentliche Anlagen nicht bewilligungsfähig ist. Schliesslich hatte die Bauherrschaft das Baugesuch zurückgezogen. Gemäss aktueller Ortsplanrevision soll das Areal von einer Zone für öffentliche Bauten und Anlagen in eine Touristik- und Freizeitzone umgewandelt werden. (afl)

Jetzt soll es mit dem Hafendamm vorwärtsgehen

Die Konzeptstudie zeige unter anderem Orte auf, an denen solche Bauten sinnvoll wären. «Im Vordergrund stehe aber der See, die Natur und eine schöne Flaniermeile», betont Künzler. Der Hafendamm ist «ein Ort für das Ankommen von Fremden», wie es Ruth Erat formulierte. «Heute fühlt sich hier aber niemand begrüsst, wenn er ankommt», bedauert Künzler.

Die Konzeptstudie wird laut Balg bald einem Gremium des Kantons präsentiert. Ziel ist es laut Künzler, dass Vertreter des Kantons in der Arbeitsgruppe Einsitz nehmen. Von Seiten der Stadt gehört dieser nebst Andreas Balg auch Stadtplanerin Fabienne Egloff an. Künzler ist guter Dinge, dass es mit dem Hafendamm jetzt vorwärtsgeht.

«Es kann gut sein, dass die Stadt mit dem Kanton im Sommer einen Projektwettbewerb starten wird.»

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