Arbon
Wie gross ist der Widerstand gegen die Stellplätze für Wohnmobile im Strandbad? Die Stadt kann es immer noch nicht sagen

Eine Woche nach Ablauf der Einsprachefrist bleibt die Frage offen, wie viele Personen sich gegen die Pläne wehren. Klar ist immerhin: Auch die SP Frauen können der Idee nichts abgewinnen.

Markus Schoch
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Hier soll der Stellplatz für die Wohnmobile zu stehen kommen.

Hier soll der Stellplatz für die Wohnmobile zu stehen kommen.

Bild: Markus Schoch

Die geplanten Stellplätze sind zu einem Politikum geworden. Stadtrat Jörg Zimmermann versicherte, das Projekt nicht gegen den Willen der Bevölkerung durchdrücken zu wollen. Ein Gradmesser für die Unzufriedenheit in Arbon wird die Zahl der Einsprachen gegen das Projekt sein. Bis heute kann die Stadt aber nicht sagen, wie gross der Widerstand ist. In Romanshorn geht es schneller. Dort hat die Stadt am Mittwoch bei zeitlich gleicher Ausgangslage informiert, dass 21 Einsprachen gegen den Food-Court am See eingegangen sind.

Klar ist, dass auch die Stellplätze in Arbon nicht überall gut ankommen. Kurt Biefer beispielsweise hat sich am letzten Samstag in der «Thurgauer Zeitung» öffentlich als Kritiker zu erkennen gegeben. In den sozialen Medien haben andere ebenfalls erklärt, die Stellplätze für Wohnmobile zu bekämpfen. In einer Mitteilung beziehen jetzt auch die SP Frauen Stellung gegen das Projekt.

SP Frauen hoffen auf ein Umdenken der Stadt

Die grosszügige Anlage im Bauhausstil dürfe nicht weiter sukzessive der Allgemeinheit entzogen werden. «Diese Tendenz widerspricht der Gestaltung des einst von der Arbeiterschaft in Fronarbeit erstellten Strandbades.» Die geplanten Stellplätze würden den immer wichtiger werdenden Freiraum für Erholung, Sport und Spiel beeinträchtigen. Den Badegästen bliebe nur ein schmaler Streifen zwischen See und Wohnmobilen. «Ballspiele wären beispielsweise danach so unmöglich, wie sie es auf der Liegewiese weiter oben und hinter dem Restaurant sind», schreiben die SP-Frauen.

Sie hoffen auf ein Umdenken der Stadt. «Denn auch für sie muss ein sorgsamer Umgang mit Freiräumen für Jung und Alt prioritär sein – nur schon aus Vernunftsgründen».