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Arbon verfügt über eine neue Attraktion

Die Stadt präsentiert sich am See und in der Altstadt bunt wie selten zuvor. Entlang eines 1400 Meter langen Strickweges können sich Passanten im Sommer von 68 gestrickten Objekten verzaubern lassen.
Max Eichenberger
Ein Blickfang und beliebtes Fotosujet auf dem Arboner Strickweg: Fische zappen beim Schlosshafen im Netz. (Bild: Max Eichenberger)

Ein Blickfang und beliebtes Fotosujet auf dem Arboner Strickweg: Fische zappen beim Schlosshafen im Netz. (Bild: Max Eichenberger)

Leute bestaunen «eingekleidete» Handläufe, Pfosten und Baumstämme, überstrickte Verkehrsschilder, Fensterläden und Laternen. Dutzende farbige Schmetterlinge ruhen sich auf einem Baum bei der «Wunderbar» aus. Gehäkeltes Getier sonnt sich auf den Steinblöcken.

Beim Schwimmbad umschlingt ein Bikini eine Platane und zieht ebenso Blicke auf sich wie ein langes blaues Netz beim Schlosshafen, worin wollene Fische zappeln. Beim Musikpavillon blinzeln vorwitzige Mäuse aus den Löchern der erdfarbenen Skulptur von Peter Kamm.

An der Seepromenade umgreifen gestrickte Arme einen efeubewachsenen Baum. Selbst Mülltonnen zeigen ein freundliches (Tier-)Gesicht. Am Samstag, am weltweiten Tag des Strickens, ist der Strickweg eingeweiht worden. Bis 8. September bietet er Blickfänge.

Unerwartet: Gestrickte Arme umgreifen einen Baum. (Bild: Max Eichenberger)

Unerwartet: Gestrickte Arme umgreifen einen Baum. (Bild: Max Eichenberger)

Franziska Röhrl trug die Idee lange mit sich. Zum 100-jährigen Bestehen des Wollfachgeschäftes im Städtli hat die Filati-Inhaberin ein Konzept mit Mitarbeiterinnen und 50 begeisterten Strickerinnen umgesetzt. Franziska Röhrl hielt nach Objekten Umschau, die sich zum Einstricken eignen.

Für das ambitiöse Vorhaben musste sie das Einverständnis von Grundeigentümern und der Stadt einholen. Schliesslich hatte Franziska Röhrl auch für das ganze Projekt um eine Bewilligung bei der Stadt nachzusuchen.

«Der Goodwill war von allen Seiten riesig», sagt sie. Bürgergemeinde, katholische Kirchgemeinde, Arbon Energie wie auch Private, deren Gärten beansprucht wurden, sagten vorbehaltlos zu.

Initiantin Franziska Röhrl eröffnet mit ihren Helferinnen den Strickweg. (Bild: Max Eichenberger)

Initiantin Franziska Röhrl eröffnet mit ihren Helferinnen den Strickweg. (Bild: Max Eichenberger)

Minutiös hat Franziska Röhrl bei den 68 Objekten Mass genommen. Das Filati-Team hat 1500 Knäuel oder 120 Kilometer Wolle verstrickt. Allein eine Woche benötigten die Strickerinnen für das Anbringen der Strickarbeiten.

Röhrl ist überwältigt vom Interesse und den Reaktionen: «Viele sind begeistert und sparen nicht mit Komplimenten. Arbon präsentiert sich Einheimischen und Touristen einmal anders!»

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