Arbon
Sogar Olympiasieger Marcel Hug gratuliert: Doppelte Überraschung für Nick Sigg als Oberthurgauer des Jahres

Am Donnerstagabend feierten die Regionalplanungsgruppe sowie Freunde und Bekannte den OK-Präsident des internationalen Rollstuhl-Wettkampfes «Weltklasse am See» in Arbon. Der bald 70-Jährige ist noch nicht am Ziel seiner Träume.

Markus Schoch
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Nick Sigg nimmt Blumen und Scheck aus den Händen von Regio-Präsident Stephan Tobler entgegen.

Nick Sigg nimmt Blumen und Scheck aus den Händen von Regio-Präsident Stephan Tobler entgegen.

Bild: PD

Sie kommen jeweils alle nach Arbon, die Olympiasieger und Weltmeister. Hochkarätiger könnte das Teilnehmerfeld von «Weltklasse am See» jeweils nicht besetzt sein. Den Anlass 2005 ins Leben gerufen hat der Frasnachter Nick Sigg. Für seinen grossen Einsatz und das Engagement als langjähriger OK-Präsident des internationalen Rollstuhlfahrer-Wettkampfes ist der Frasnachter am Donnerstagabend als Oberthurgauer des Jahres ausgezeichnet worden. Die Feierlichkeiten fanden in der ehemaligen Webmaschinenhalle der Firma Saurer statt.

Selbst Olympiasieger Marcel Hug liess es sicht nicht nehmen, Sigg in einer Video-Grussbotschaft zu gratulieren. «Du hast die Auszeichnung mehr als verdient, ich freue mich sehr für dich.» Die Rennen in Arbon seien für ihn und viele anderen Athleten auf der ganzen Welt «ein wahnsinnig wichtiger Anlass.» Weil die Bahn in Arbon hart und damit die Fahrer schnell sind, purzeln die Rekorde regelmässig.

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Hug konnte Sigg die Ehre in Arbon nicht persönlich erweisen, weil er am gleichen Abend bei Weltklasse Zürich am Start war. Aber richtig traurig sein musste Sigg deswegen nicht. Denn Sopranistin Alexa Vogel sang ihm sein Lieblingslied «When a man loves a women» von Percy Sledge vor, begleitet am Klavier von ihrem Mann Emanuel. Das Ehepaar umrahmte die Feierlichkeiten musikalisch.

Tatsächlich sehen sich jeweils nicht einmal viele gewöhnliche Zuschauer die Rennen an, die weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Sigg würde es sich anders wünschen und will auch mit bald 70 Jahren weiter daran arbeiten, dass der Rollstuhlsport in Arbon und überall sonst mehr Aufmerksamkeit bekommt, wie er am Donnerstagabend sagte.

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