Arbon
Nicht alle finden die neuen Gastro-Angebote am See toll: Bis jetzt sind drei Projekte durch Einsprachen blockiert

Gross ist der Widerstand vor allem gegen das geplante Container-Dorf auf dem Hafendamm. Freie Bahn haben dagegen die Betreiber einer Bar in zwei alten Bussen vor dem Saurer Museum und Lukas Gmür mit seiner Wirtschaft auf der «Metropol»-Terrasse.

Markus Schoch
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Frau Gerolds Garten in Zürich: So oder ähnlich könnte es dereinst auf dem Hafendamm in Arbon aussehen.

Frau Gerolds Garten in Zürich: So oder ähnlich könnte es dereinst auf dem Hafendamm in Arbon aussehen.

Bild: PD

Alle Beteuerungen haben nichts genützt. Einzelne Arboner sind offenbar überzeugt, dass die Uferanlagen zur Partymeile werden sollen. Die Stadt will dort in Absprache mit dem Kanton an fünf Standorten eine gastronomische Zwischennutzung für vier Jahre zulassen. Die entsprechenden Baugesuche und diejenigen für zwei weitere Projekte ausserhalb dieser Versuchsphase sind in den letzten Tagen und Wochen teilweise öffentlich aufgelegen. Die meisten stossen in der Bevölkerung auf Widerstand.

Am umstrittensten ist das geplante Containerdorf mit dem Namen «Hannah am See» auf dem Hafendamm. Das Konzept lehnt sich an Frau Gerdolds Garten in Zürich an. Es seien 25 Einsprachen eingegangen, schreibt die Stadt in einer Zwischenbilanz. Mit je einer Handvoll Einsprachen sind auch Micha Schranz mit seinem Coffee-Trailer und Désirée Fatzer («Seeliebi9320») konfrontiert. Die Stadt hat die Einsprachen zur weiteren Bearbeitung an das kantonale Departement für Bau und Umwelt (DBU) weitergeleitet. Parallel dazu würden die Verantwortlichen der Stadt in Absprache mit den potenziellen Betreibern den Dialog mit den Einsprecherinnen und Einsprechern suchen, heisst es in der Mitteilung weiter.

Zwei dürfen sich freuen

Das Baugesuch für das Projekt «Seezauber» beim Fliegerdenkmal liegt noch bis zum 30. Juni bei der Stadt auf. Offen ist, wie es mit Chalet weiter geht, das vor dem «Metropol»-Parkplatz zu stehen kommen sollte. Die Stadt hatte sich in Absprache mit den Betreibern im April entschlossen, einen neuen Standort zu suchen, weil die HRS zwischenzeitlich entschieden hatten, die «Metropol»-Terrasse in nächster Nähe zur Nutzung frei zu geben. Bis jetzt ist noch kein anderer Platz gefunden.

Auf der Terrasse beim «Metropol» sollen Arboner und Auswärtige bald wieder etwas Trinken können.

Auf der Terrasse beim «Metropol» sollen Arboner und Auswärtige bald wieder etwas Trinken können.

Bild: David Grob

Einen entscheidenden Schritt weiter sind diejenigen Gastronomen, die ausserhalb der städtischen Initiative eigene Projekte entwickelt haben und so zusätzlich zur Belebung des Seeufers beitragen wollen. Keine Einsprachen eingegangen sind gegen den sogenannten Saurer-Garten, bei dem es sich im wesentlichen um zwei ausrangierte Busse handelt, die eine Gruppe junger Erwachsener zu einer Strandbar beim Saurer Museum umbauen möchten. Vorwärtsmachen kann auch Lukas Gmür, der auf der «Metropol»-Terrasse Gäste bewirten möchte. Es gab zwar eine Einsprache, die aber vom Tisch ist.

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