Kommentar

Arbon muss nicht beim Regierungsrat betteln

Die Stadt im Oberthurgau hat gleich zwei Museen, die in Europa für Aufsehen sorgen. Sie wäre deshalb der richtige neue Standort für das Historische Museum des Kantons Thurgau.  

Markus Schoch
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Markus Schoch, Redaktor

Markus Schoch, Redaktor

Bild: Reto Martin

Das MoMö ist erst seit eineinhalb Jahren offen und mit über 30'000 Besuchern 2019 bereits Publikumsliebling im Thurgau. Kein anderes Museum im Kanton verkauft mehr Eintritte. Doch nicht genug: Das Schweizer Mosterei- und Brennereimuseum macht auch international von sich reden. Es steht im Mai zur Wahl als europäisches Museum des Jahres. Das Saurer Museum holte bei diesem Wettbewerb bereits vor sechs Jahren den so genannten Silletto-Preis für seine vorbildliche Freiwilligenarbeit.

Arbon ist in Bezug auf Museen top. Mit dem Autobau, dem Locorama und den geplanten digitalen Kunstausstellungen im Kornhaus hat auch Romanshorn Kulturinteressierten viel zu bieten. Und das sind nur drei weitere Beispiele aus der Region. Die Liste liesse sich problemlos verlängern. Was damit gesagt sein soll: Es gibt gute Gründe, warum Arbon der richtige neue Standort des Historischen Museums des Kantons Thurgau wäre, das heute seinen Platz im Schloss Frauenfeld hat. Einer der wichtigsten: Das Umfeld in der Ferienregion Bodensee ist ideal und äusserst lebendig.

Der staatlich geführte Betrieb könnte von den vielen erfolgreichen privaten Initiativen im Oberthurgau profitieren. Das Historische Museum braucht Arbon mehr als umgekehrt.