Arbon
Möhl mischt Ingwer ins Shorley

Halb so viele Kalorien und ein extravaganter Geschmack. Das ist das neue «Shorley Balace Ingwer», welches die Arboner Mosterei im April lanciert hat. Christoph Möhl erzählt, warum die Firma das Getränk nach 20 Jahren neu erfindet.

Diego Müggler Jetzt kommentieren
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Leiter für Marketing und Produktinnovation Christoph Möhl hofft, dass die überarbeitete Shorley-Marke bei den Kunden gut ankommt.

Leiter für Marketing und Produktinnovation Christoph Möhl hofft, dass die überarbeitete Shorley-Marke bei den Kunden gut ankommt.

Bild: Diego Müggler

Was für einen Stellenwert hat die Marke Shorley bei der Mosterei Möhl?

Vor 20 Jahren waren wir die Ersten, welche Apfelsaft gemischt mit Mineralwasser verkauften. Seither ist das Shorley mit dem Saft vom Fass ohne Alkohol unsere goldene Kuh. Doch leider gingen die Verkaufszahlen in den letzten Jahren zurück.

Ist das der Grund für die Überarbeitung der Marke?

Ja, das Problem betrifft aber nicht nur uns. Der gesamte Apfelshorlemarkt hatte in den letzten Jahren zu kämpfen. Deswegen haben wir 2020 einen Workshop mit 70 Personen aus der Region durchgeführt. Von Jung bis Alt, Privatpersonen bis Gastronomen konnten uns alle Interessengruppen ihre Ansprüche ans Shorley mitteilen.

Was kam dabei heraus?

Die Leute wollen weniger Kalorien in ihren Getränken. Dafür lassen sie sich gerne von einem speziellen, vielleicht sogar extravaganten Geschmack überraschen. Aus diesen Erkenntnissen haben wir das «Shorley Balance Ingwer» entwickelt. Dieses enthält weniger Apfelsaft als das Original, und wir fügen ein wenig Ingwerdirektsaft hinzu. Dadurch entsteht ein ganz anderes Aroma.

Trotz des neuen Geschmacks vermarktet Möhl das Produkt unter demselben Label Shorley. Wieso?

Zum einen besteht das neue Produkt, wie es für eine Apfelschorle gehört, weiterhin aus Apfelsaft und Mineralwasser. Zum anderen wollen wir die beliebte Marke nutzen, um weitere Produkte zu lancieren. So wird das «Shorley Balance Ingwer» nicht das letzte Produkt sein, welches wir unter dieser Marke vermarkten.

Ist das der Grund, weshalb auch das originale Shorley ein neues Design erhält?

Unter anderem auch. Während andere Produkte alle paar Jahre überarbeitet werden, sah das Shorley 20 Jahre lang gleich aus. Nun wurde es Zeit für ein neues, dem Zeitgeist entsprechendes Design. Zusätzlich konnten wir ein Aussehen entwickeln, welches für die gesamte Shorley-Reihe anwendbar ist.

Die Marke Shorley ist in der Region unantastbar. Haben Sie bedenken, dass dies durch das neue Aussehen verloren gehen könnte?

Nein, ich denke, die Marke ist in der Region so gut etabliert, dass sich das neue Design schnell durchsetzen wird. Der Kunde wird weiterhin gewisse Elemente wie den schwarzen Balken mit der gelben Aufschrift erkennen. Zusätzlich fällt das neue Design in einem Regal deutlich mehr auf als das alte. Im Grossen und Ganzen bin ich überzeugt, dass diese Schritte mittel- und langfristig die Marke Shorley stärken werden.

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