Arbon lässt künftig das Wetter über den Saisonschluss der Bäder entscheiden

Nach Kritik im Parlament an der heutigen Praxis stellt der Stadtrat eine flexible Lösung in Aussicht. Und er verteidigt den Entscheid, dieses Jahr die Flosse an Land gelassen zu haben.

Markus Schoch
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Das Schwimmbad Arbon war am Schluss dieser Saison nur noch schlecht besucht.

Das Schwimmbad Arbon war am Schluss dieser Saison nur noch schlecht besucht.

Bild: Reto Martin (27. Juli 2018)

Die Schwimmbad schloss dieses Jahr anders als in den letzten Jahren bereits eine Woche vor dem Bettag. In der Fragerunde des Parlamentes erkundigte sich Linda Heller (SP) nach den Gründen. Der Termin sei schon lange im voraus festgelegt worden, sagte Stadtrat Jörg Zimmermann. Es seien Schluss täglich auch nur noch 60 bis 70 Besucher zum Schwimmen oder Sonnenbaden gekommen. Zum Vergleich: Im Hochsommer sind es an guten Tagen 4'000 Gäste.

Stadtrat Jörg Zimmermann.

Stadtrat Jörg Zimmermann.

Bild: Donato Caspari (18. Dezember 2018)

Künftig will die Stadt keinen fixen Termin für das Saisonende mehr festlegen, sondern sich am Wetter orientieren. Heisst: Wenn es schön und warm ist, bleibt die Badi offen, stellte Stadtrat Zimmermann in Aussicht.

Auf den Flossen können die Abstände nicht eingehalten werden

Unverständlich war für Heller auch, warum die Flosse dieses Jahr in Arbon an Land blieben, während sie in vielen Badeanstalten in der Region wie immer draussen auf dem See waren. Schuld sei das Coronavirus, sagte Zimmermann. Auf den Flossen könne der Schutzabstand nicht eingehalten werden, und darum hätten sie entschieden, sie nicht zu wassern.

Die Flosse blieben dieses Jahr in Arbon an Land, weil sich die Badegäste sonst zu nahe gekommen wären

Die Flosse blieben dieses Jahr in Arbon an Land, weil sich die Badegäste sonst zu nahe gekommen wären

Bild: Urs Bucher (22. Juni 2017)

Aus dem gleichen Grund hätte die Stadt auch die Betonflosse im Strandbad schliessen müssen, was sie aber nicht tat - zumindest nicht immer. Das sei tatsächlich inkonsequent, sagt Zimmermann auf Anfrage. «Wir lernen aus den Erfahrungen und machen es nächstes Jahr besser.»