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Arbon: Keine Zeit für Geplänkel

Am Podium der Interpartei diskutierten die Kandidaten für den Stadtrat und derjenige fürs Stadtpräsidium. Einige kritisierten die Regierung, einer mochte die Fragen nicht, und einer ging zwischendurch vergessen.
Annina Flaig
Der Kandidat für das Stadtpräsidium, Dominik Diezi (ganz links), diskutiert zusammen mit den Stadtratskandidaten im Podium: Jörg Zimmermann, Peter Gupser , Moderator Jürg Lengweiler, Michael Hohermuth, Didi Feuerle, Luzi Schmid und Konrad Brühwiler.

Der Kandidat für das Stadtpräsidium, Dominik Diezi (ganz links), diskutiert zusammen mit den Stadtratskandidaten im Podium: Jörg Zimmermann, Peter Gupser , Moderator Jürg Lengweiler, Michael Hohermuth, Didi Feuerle, Luzi Schmid und Konrad Brühwiler.

Er stand am Rand und wurde in der Vorstellungsrunde versehentlich übergangen: Dominik Diezi (45, CVP). Der Anwärter fürs Stadtpräsidium der drittgrössten Stadt im Thurgau ging im Podium der Interpartei am Dienstag völlig unter. Das mag daran liegen, dass er als einziger Kandidat in Arbon schon fast als gewählt gilt. Hingegen drängen sechs Männer in den Stadtrat, in welchen nur vier gewählt werden.

So wirkte wohl manches auf die rund 170 Interessierten im Seeparksaal etwas kurios. Zum Beispiel, als Moderator Jürg Lengweiler, als ehemaliger Obernarr bekannt, am Schluss einer Umfrage mit Blick auf die Uhr sagte: «Äh Dominik, willst du dazu auch noch etwas sagen?» Diezi zeigte Humor. Er stand wie die meisten ohne Krawatte auf der Bühne, lieferte - wenn er denn Gelegenheit erhielt - kurze Antworten oder quittierte mit einem Lächeln. Entschlossen äusserte er, auch Nicht-Politiker künftig besser in Projekte einbeziehen zu wollen.

Gubser und Brühwiler wehren sich gegen Angriffe

Inhaltlich war es schwierig, Unterschiede auszumachen. So haben alle den Zusammenhang von hohen Sozialausgaben und günstigem Wohnraum im Fokus. Am augenfälligsten war, dass zwei Kandidaten auf das Sakko verzichteten: Jörg Zimmermann (46, XMV) und Didi Feuerle (48, Grüne). Sie gehören zu Parteien, welche nicht im Stadtrat vertreten sind. Beide sind unter 50 jährig und führen ein Geschäft. Während Zimmermann als Politneuling antritt, amtet Feuerle schon länger in der Politik. Der ehemalige Stadtparlamentarier ist Mitglied im Grossen Rat und findet: «Der Stadtrat hat das Vertrauen der Bevölkerung verloren.» Er will es zurückgewinnen.

Zimmermann wirft der Regierung vor, dass sie den Betrieben zu wenig Sorge trägt. «Wenn ich noch Haare hätte, würden mir diese zu Berge stehen.» Ruhig aber bestimmt konterte Peter Gubser (SP, 68), welcher der Exekutive seit drei Jahren angehört: «Wir haben sehr wohl sehr guten Kontakt zum Gewerbe.» Als Beispiele führte er die Zusammenarbeit mit Möhl und die gelungene Weiterentwicklung des ZIK-Areals ins Feld.

Diezi verliert die Geduld

Gegen einen Angriff aus dem Publikum setzte sich Konrad Brühwiler (60, SVP) zur Wehr. Man würde der Kleinkultur im Jakob-Züllig-Park Steine in den Weg legen lautete der Vorwurf. «Wir müssen schauen, dass es dort unten allen gut geht, auch den Anwohnern», sagte er.

Nebst Gubser und Brühwiler gehört auch Luzi Schmid (63, CVP) zur älteren Garde unter den Kandidaten. Nach acht Jahren im Parlament will er nun in die Exekutive. Im Podium drohte er zwischendurch die Geduld zu verlieren: «Können wir jetzt endlich die relevanten Themen besprechen», fuhr er den Moderator einmal an. Eines davon sind für ihn die Finanzen.

Mit Abstand der Jüngste ist Politneuling und Wirtschaftsingenieur Michael Hohermuth (34, FDP). Er stand entschlossen auf der Bühne und will sich für die Schaffung von Arbeitsplätzen einsetzen.

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