Arbon
Geheimniskrämerei um Auflagen für die grösste Schweizer Indoor-Freizeitanlage

Die Betreiber des Arboparkes haben die Baubewilligung der Stadt vor kurzem erhalten. Sie müssen allerdings noch nachbessern. Geht es um den Betrieb? Die Beteiligten schweigen.

Markus Schoch
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In den ehemaligen Montagehallen der Firma Saurer will die Arbopark Promotion AG eine Indoor-Freizeitanlage mit Kartbahn eröffnen.

In den ehemaligen Montagehallen der Firma Saurer will die Arbopark Promotion AG eine Indoor-Freizeitanlage mit Kartbahn eröffnen.

Bild: Andrea Stalder

Arbon könnte schon bald um eine touristische Attraktion reicher sein. Die Arbopark Promotion AG mit Sitz in Winterthur plant auf dem Areal des Saurer WerkZwei den grössten Indoor-Freizeitpark der Schweiz. In den beiden ehemaligen Montagehallen der Firma Saurer soll es unter anderem eine zweistöckige E-Gokart-Bahn geben.

Der Eröffnung der Anlage steht zumindest von Seiten der Stadt nichts Grundsätzliches mehr im Weg: Sie hat den Promotoren des Projektes vor wenigen Tagen die Baubewilligung erteilt, allerdings mit Auflagen. Die Verantwortlichen der Arbopark werden jetzt in den nächsten Wochen prüfen, ob sie vor dem Hintergrund der veränderten Ausgangslage weiter an ihren Plänen festhalten wollen oder das Projekt beerdigen müssen.

Wie hoch die Hürden sind, die sich der Arbopark Promotion AG neu in den Weg stellen, lässt sich nicht sagen. Die Stadt sagt, sie dürfe dazu keine Auskunft geben, da es sich um ein Zwei-Parteien-Verfahren handelt, das nicht öffentlich sei. Auch die Arbopark hält sich bedeckt. Verwaltungsratsmitglied Thomas Tetzlaff teilt auf Anfrage mit.

«Wir sind daran, die Auflagen zu sichten, zu verstehen, und werden bei einzelnen Punkten mit den zuständigen Stellen abklären müssen, was genau gemeint ist.»

Solange dieser Prozess nicht abgeschlossen sei, könnten sie sich nicht inhaltlich äussern. «Wir können im Moment selber noch nicht einschätzen, was die Auflagen bedeuten können.»

Geht es um die Öffnungszeiten?

Was die Stadt von den Initianten des Arboparks zusätzlich verlangen könnte, ist schwierig zu sagen. Der Betrieb sollte keinen Lärm machen, der Standort ist in einem gut erschlossenen Industriequartier in Fussdistanz zum Bus- und Bahnhof, Parkplätze hat es genug. Vielleicht gehe es ums Betriebskonzept und die Öffnungszeiten, spekuliert man in Arbon. In ungefähr vier bis fünf Wochen sollte das Rätsel gelöst sein. Bis dann will die Arbopark Promotion AG die offenen Fragen geklärt haben und entscheiden können, wie es weitergeht.