Arbon: FDP sucht erfolglos nach einem Kandidaten fürs Stadtpräsidium

Nach ausgedehnter Suche ist es der FDP und der XMV-Gruppierung bisher nicht gelungen, für das Stadtpräsidium einen Gegenkandidaten zur Kandidatur von Dominik Diezi zu finden.

Annina Flaig
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Max Gimmel, Co-Präsident der FDP, äussert sich zur schwierigen Kandidatensuche. (Archivbild: Max Eichenberger)

Max Gimmel, Co-Präsident der FDP, äussert sich zur schwierigen Kandidatensuche. (Archivbild: Max Eichenberger)

«Offenbar ist es in Arbon nicht so attraktiv Stadtpräsident zu werden.» Das ist das ernüchternde Fazit von Max Gimmel, Co-Präsident der FDP. Zusammen mit der XMV-Gruppierung hat seine Partei kurz vor den Sommerferien zwei Stelleninserate mit einem umfassenden Anforderungsprofil veröffentlicht. Dies, um ein neues Stadtoberhaupt zu suchen, respektive, um neben der Kandidatur von Dominik Diezi (CVP) einen zweiten Kandidaten für die Nachfolge ihres Stadtpräsidenten Andreas Balg zu finden. Letzterer stellt sich bekanntlich am 10. Februar nicht mehr zur Wahl.

Die Resonanz auf die Inserate war offenbar gleich Null. «Es gab keine valable Bewerbung», schreibt die FDP in einer gestern verschickten Medienmitteilung. Darin appelliert sie auch an die Bevölkerung, den politisch aktiven in Arbon wieder mehr Respekt zu zollen. Der Vorstand zeige sich von der erfolglosen Suche wenig überrascht. Dass es schwierig sei, per Inserat Kandidaten zu finden, habe sich ja auch in diversen anderen Gemeinden gezeigt.

Die Partei versucht weiter, das Feuer zu entfachen

Mehr Erfolg hätte man sich laut Gimmel versprochen, wenn sich die Parteien gemeinsam auf die Suche gemacht hätten. Doch die Interpartei hatte sich gegen eine Findungskommission ausgesprochen (unsere Zeitung berichtete). Aktuell führt die FDP noch Gespräche mit möglichen Kandidaten. «Wir haben aber keine lange Liste», gibt Gimmel unumwunden zu. Er betont ausserdem, dass die Suche der FDP und XMV nie gegen die Kandidatur von Dominik Diezi gerichtet gewesen sei. Aber die FDP halte nichts davon, sich wie die anderen Parteien zurückzulehnen und darauf zu vertrauen, dass man nun ja einen habe, der es richten werde. «Es muss doch noch möglich sein, dass es mehr Feuer gibt im Vorfeld einer Wahl für ein so wichtiges Amt.»