Arbon: Es war Brandstiftung

Im August ging im Bergliquartier ein Einfamilienhaus in Flammen auf. So wie es aussieht, war es kein Zufall. Ein Tatverdächtiger ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft in Untersuchungshaft.

David Grob
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Die Einsatzleitung bespricht am Ende der Lavendelstrasse das weitere Vorgehen. (Bilder: Manuel Nagel)

Die Einsatzleitung bespricht am Ende der Lavendelstrasse das weitere Vorgehen. (Bilder: Manuel Nagel)

Mitte August kam es am Lavendelweg 11 zu einem Vollbrand eines Einfamilienhauses. Die kriminaltechnischen Untersuchungen der Kantonspolizei Thurgau sind mittlerweile abgeschlossen. Zu den Ergebnissen sagt Marco Breu, der Mediensprecher der Staatsanwaltschaft Thurgau:

«Wir gehen beim jetzigen Ermittlungsstand von Brandstiftung aus. Ein Tatverdächtiger befindet sich in Untersuchungshaft.»

Da es sich um ein laufendes Verfahren handle, könne er keine weitere Auskunft erteilen, sagt Breu.

Die Arboner Stadtverwaltung hat keine Kenntnisse davon, dass jemand das Feuer gelegt haben soll. Mediensprecher Thomas Steccanella sagt: «Die Staatsanwaltschaft würde die Stadt nicht informieren, da sie nicht Besitzerin der Liegenschaft ist.»

Der Stadtrat erteilte der Eigentümerin der abgebrannten Liegenschaft letzte Woche die Bewilligung für den Abbruch der Brandruine und den Wiederaufbau des Hauses. Das Baugesuch ist Ende September öffentlich aufgelegen. Die Eigentümerin wohnt in Brunnen und war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Die Feuerwehr brachte den Brand im August schnell unter Kontrolle. Niemand war verletzt worden. «Offensichtlich war das Haus unbewohnt», sagte Mario Christen, Mediensprecher der Kantonspolizei, nach dem Brand zu dieser Zeitung. Einsatzkräfte vor Ort bestätigten, dass die Räume nicht möbliert waren. Beim Vollbrand entstand ein Sachschaden von mehreren hunderttausend Franken.