Arbon Energie ist trotz Hitze zuversichtlich: «Die Situation beim Wasserverbrauch ist nicht ausserordentlich»

Eine Hitzewelle rollt diese Woche übers Land. Die Arbon Energie merkt nicht viel davon. Der Wasserverbrauch sei nur gering höher als in der vergangenen Woche, sagt Geschäftsführer Silvan Kieber.

Markus Schoch
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Silvan Kieber ist Geschäftsleiter der Arbon Energie, die auch fürs Wasser zuständig ist. (Bild: PD)

Silvan Kieber ist Geschäftsleiter der Arbon Energie, die auch fürs Wasser zuständig ist. (Bild: PD)

Die Schweiz schwitzt und die Böden sind trocken. Ist der Wasserverbrauch hoch?

Silvan Kieber: Er hat etwas zugenommen im Vergleich zur letzten Woche.

Wie stark?

Im Tagesvergleich ist er um 1400 Kubikmeter auf 13500 Kubikmeter gestiegen. Dies entspricht einem Mehrverbrauch von etwa 10 Prozent. Das sind rund 156 Liter pro Sekunde. Damit liegen wir im absoluten Normalbereich. Die Situation ist nicht ausserordentlich. Wir beobachten die Entwicklung deshalb im Moment sehr entspannt.

Wie sah es im letzten Jahr aus?

Da lagen wir zeitweise bis zu 20 Prozent über dem Durchschnittswert. Aber wir hätten noch viel mehr Wasser produzieren können, wenn es nötig gewesen wäre. Unsere Kapazitäten waren noch lange nicht ausgeschöpft.

Was wäre denn das Maximum?

Im Vergleich zu heute könnten wir nochmals gut doppelt so viel Wasser liefern.

Warum so grosse Reserven?

Wir benötigen sie, damit die Summe aller Spitzenlasten zu jeder Zeit abgedeckt werden können. Zudem haben wir mit der Regionalen Wasserversorgung St. Gallen eine gegenseitige Lieferverpflichtung im Rahmen der Versorgungssicherheit.


Und die Wasserqualität?

Die ist immer top. Wir saugen das Wasser aus einer Tiefe von 40 Metern unterhalb des Seespiegels an, wo es konstant 4 bis 6 Grad und damit die grösste Dichte hat.