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Eine Woche voller Kunst: Schülerinnen und Schüler besuchen in Projektwoche verschiedene Workshops zu Musik, Malen und Tanz

Die Primarschule Seegarten organisiert zusammen mit der Musikschule Arbon die «Projektwoche Musik – Bewegung – Kunst». Die rund 250 Schülerinnen und Schüler durften diese Woche verschiedene Workshops besuchen. Um die professionelle Begleitung kümmerte sich im Vorfeld die Musikschule.

Luca Hochreutener
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Beim Instrumentenkarussell probieren die Schülerinnen und Schüler jeden Tag eine neue Art von Instrument aus. Hier üben sie an der Violine.

Beim Instrumentenkarussell probieren die Schülerinnen und Schüler jeden Tag eine neue Art von Instrument aus. Hier üben sie an der Violine.

Bild: Luca Hochreutener

Zwei Lektionen Werken, zwei Lektionen Handarbeit und ab und zu Singen in der Klasse. Gerade ab der Mittelstufe bleibt für die Kinder in der Schule nicht mehr viel Zeit für das Ausleben der Kreativität. Die Projektwoche des Schulhauses Seegarten soll die Schülerinnen und Schüler aber genau dazu animieren. «Die Kinder dürfen experimentieren und entdecken, was innerhalb von nur einer oder zwei Lektionen nicht immer möglich ist», sagt Schulleiterin Elisabeth Dorizzi.

Elisabeth Dorizzi, Schulleiterin des Schulhauses Seegarten.

Elisabeth Dorizzi, Schulleiterin des Schulhauses Seegarten.

Bild: Luca Hochreutener

Zusammen mit Julia Kräuchi von der Musikschule Arbon initiierte sie die Projektwoche «Musik – Bewegung – Kunst». Im Vorfeld standen sechs Workshops zur Auswahl. Die rund 250 Schülerinnen und Schüler des Schulhauses Seegarten durften sich für zwei davon entscheiden. Bei diesen Workshops lernen die Kinder unter anderem verschiedene Arten von Instrumenten kennen, besuchen einen Tanzkurs oder lernen «zu malen wie die Künstler Hundertwasser oder Klee». Auch für die Kindergartenkinder des Seegartens gibt es in der Projektwoche «musische Angebote», jedoch in reduzierter Form.

Beim Mal-Workshop nahmen die Schülerinnen und Schüler die Künstler Friedrich Hundertwasser und Paul Klee zum Vorbild.

Beim Mal-Workshop nahmen die Schülerinnen und Schüler die Künstler Friedrich Hundertwasser und Paul Klee zum Vorbild.

Bild: Luca Hochreutener

Schüler pendeln zwischen Schulhaus und Musikschule

Die Schülerinnen und Schüler besuchen die Workshops morgens und wechseln diese jeweils nach der grossen Pause. «Nachmittags kehren sie wieder in ihre Klassen zurück», sagt Dorizzi. «Dort vertiefen sie die Erfahrungen, die sie am Morgen gemacht haben oder tauchen, wie die Unterstufenklassen, in das Musikmärchen von ‹Peter und der Wolf› ein.»

Die Mehrheit der Workshops finden im Schulhaus statt, drei davon jedoch in der Musikschule. Die Angebote, die das Kennenlernen von verschiedenen Instrumenten beinhalten, seien besser in der Musikschule durchzuführen, sagt Dorizzi. Auch der Tanz-Workshop findet im Tanzraum der Musikschule statt. «Die Kinder pendeln mit Velos zwischen dem Seegarten und der Musikschule», sagt Dorizzi. Dabei werden diese bei Bedarf von einer Lehrperson begleitet.

Beim Workshop «Instrumentenbau» bringen die Schülerinnen und Schüler Instrumente aus Abfall, wie beispielsweise alten Dosen, zum Klingen.

Beim Workshop «Instrumentenbau» bringen die Schülerinnen und Schüler Instrumente aus Abfall, wie beispielsweise alten Dosen, zum Klingen.

Bild: Luca Hochreutener

Lehrpersonen und professionelle Musiker leiten die Workshops

Auf die Idee sind die beiden Schulleiterinnen letztes Jahr spontan während eines Gesprächs gekommen. Ursprünglich sei das einmalige Projekt für letztes Jahr geplant gewesen, musste jedoch pandemiebedingt verschoben werden.

«Als wir uns bei den Lehrpersonen des Schulhauses umhörten, ob sie bei der Projektwoche mitmachen würden, stiessen wir auf Begeisterung», sagt Dorizzi. Die Schule Seegarten selbst könne aber nicht alle Workshops abdecken. Deshalb habe die Musikschule zusätzlich professionelle Musiker engagiert.

Julia Kräuchi, Schulleiterin Musikschule Arbon.

Julia Kräuchi, Schulleiterin Musikschule Arbon.

Bild: Luca Hochreutener

«Es war uns ein Anliegen, dass die Workshops möglichst praxisorientiert, spannend und kindergerecht gestaltet wurden», sagt Kräuchi.

«Die Projektwoche ist keine Werbeveranstaltung für die Musikschule.»

Stattdessen sei das primäre Ziel, die Schülerinnen und Schüler generell für Kunst zu begeistern und ihnen eine vielseitige Projektwoche zu bieten. «Kunst und kreative Entfaltung sind wichtig für die Entwicklung eines Kindes», sagt Kräuchi. «Mit der Projektwoche können wir ihnen etwas für künftige Lernprozesse mitgeben.»

Beim Workshop «Band» stellen die Schülerinnen und Schüler ein eigenes Stück auf die Beine.

Beim Workshop «Band» stellen die Schülerinnen und Schüler ein eigenes Stück auf die Beine.

Bild: Luca Hochreutener

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