ARBON
Ein weiteres Lokal im Saurer-Werk Zwei geplant: Ein Café kommt an die Zentralstrasse

Neben dem künftigen historischen Museum baut auch die Aargauische Pensionskasse ein Wohnhaus mit Gewerbefläche. Nun ist klar: Einen Teil der Fläche wird eine Kaffeerösterei beziehen. Damit setzt sich die Flut an Geschäften auf den ehemaligen Saurer-Werken fort.

Luca Hochreutener
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Das Wohnhaus der APK soll im ersten Quartal 2022 fertig sein.

Das Wohnhaus der APK soll im ersten Quartal 2022 fertig sein.

Bild: Luca Hochreutener

Das Projekt «Wohnen am Saurerplatz» befindet sich seit Februar 2020 im Bau und soll 62 Mietwohnungen sowie Gewerbeflächen im Erdgeschoss enthalten.

Gebaut wird das Wohnhaus von der Aargauischen Pensionskasse (APK). Michael Suter von deren Kommunikationsabteilung sagt: «Die APK vermietet am besagten Standort 5 bis 8 Gewerbeflächen.» Dies auf einer Fläche von 1400 Quadratmetern. «Das Gebäude wird voraussichtlich im ersten Quartal 2022 fertiggestellt», sagt Suter. Die Vermarktung erfolge durch die HRS Real Estate AG.

Bald gibt es auch noch ein neues Café

Den ersten Mieter für eine Gewerbefläche hat die APK auch schon gefunden. Dies zeigt ein Baugesuch für dieselbe Adresse, welches seit dem 16. Juli bei der Stadt Arbon öffentlich aufliegt. Demzufolge soll dort die Blum Kaffee GmbH einziehen. Die Firma produziert selbstgerösteten Kaffee und hat ihren Hauptsitz in Widnau.

Mike Kohler

Mike Kohler

Bild: PD

Das Café werde aber nicht von Anfang an für alle zur Verfügung stehen, sagt Mike Kohler, Gründer der Blum Kaffee GmbH. «Nach Bezug unseres neuen Standortes werden wir uns zuerst auf unsere Schulungen für Gastronomen und auf die Kaffeeröstung konzentrieren», sagt er. Ein wichtiger Zweig des Unternehmens sei nämlich ihr Angebot an Komplettlösungen zur Kaffeezubereitung für Gastronomen. «Die Eröffnung eines Cafés wird dann erst der nächste Schritt sein», sagt Kohler.

Die Konkurrenz ist gross

Angefangen hat das Unternehmen typisch für ein Start-up in einer Garage in Widnau. Jene stellt ihm Kohlers Grossmutter zur Verfügung. Der Platz reiche mittlerweile aber nicht mehr, sagt Kohler, welcher den Betrieb mit seiner Lebenspartnerin und seinem Bruder aufgezogen hat. «Wir platzen aus allen Nähten und brauchen deshalb dringend einen neuen Standort.» Für Arbon haben sie sich aufgrund des rasanten Wachstums der Stadt entschieden. «Weil meine Partnerin und ich in Arbon wohnen, wissen wir ausserdem, dass die Leute hier offen für neue Ideen sind», sagt Kohler.

Die Konkurrenz auf dem Areal der ehemaligen Saurer-Werke ist nicht zu unterschätzen. Auf dem ehemaligen Industrieareal gibt es bereits zahlreiche Gastrobetriebe und weitere sind geplant: Beispielsweise im neuen Hotel b_smart soll es ein Restaurant geben ebenso wie im geplanten Historischen Museum des Kantons Thurgau direkt neben der Überbauung der APK.

Das Konzept ist nicht unbekannt in der Umgebung

«Den Kaffee selber zu rösten, war früher viel weiter verbreitet», sagt Kohler. Jetzt kommt der Trend wieder zurück. «Unser Hauptaugenmerk liegt auf der Nachhaltigkeit und einer fairen Bezahlung der Bauern», sagt Kohler ausserdem. Ein Prozent des Umsatzes investiere das Unternehmen in Naturschutzprojekte.

Es ist nicht die erste Kaffeerösterei, die in der Umgebung eröffnet wird. Die SOLO Kaffee GmbH hat im Frühjahr 2020 in Steinach ihren Betrieb aufgenommen.

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