Arbon
Ein ehemaliger Weltenbummler tritt an die Spitze: Ueli Nägeli ist neuer höchster Arboner

Der 58-Jährige Ueli Nägeli (SVP) wurde am Dienstag zum neuen Parlamentspräsidenten gewählt. Sein Vorgänger Lukas Auer (SP) hält weiterhin den Rekord des jüngsten Amtsträgers aller Zeiten.

Annina Flaig
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An der Sitzung des Arboner Stadtparlaments vom 4. Mai 2021 im Seeparksaal wird Ueli Nägeli (links) zum Nachfolger von Präsident Lukas Auer (rechts) gewählt.

An der Sitzung des Arboner Stadtparlaments vom 4. Mai 2021 im Seeparksaal wird Ueli Nägeli (links) zum Nachfolger von Präsident Lukas Auer (rechts) gewählt.

Bild: Reto Martin (Arbon, 4. Mai 2021)

«Es war ein blödes Jahr für dich.» Mit diesen Worten verabschiedete der Stadtpräsident Dominik Diezi (CVP) Luki Auer (SP) aus seinem Amt als Parlamentspräsident. Damit meinte er nicht, dass Auer seinen Job schlecht gemacht hätte, sondern schlicht, dass in dem von Covid 19 geprägten Jahr gar keine Anlässe stattgefunden hätten, an denen Auer Arbon würdig hätte repräsentieren können.

Nägeli hat 25 Jahre lang im Ausland gelebt

Auer selbst sah aber auch Grund zur Freude. Der 30-Jährige war der jüngste Arboner Parlamentspräsident aller Zeiten. «Und wenn ich hier in die Runde blicke, wird mir gewiss, dass ich diesen Rekord noch eine Weile werde halten können», triumphierte er lachend mit Blick auf seinen Nachfolger Ueli Nägeli (SVP). Der 58-Jährige wurde am Dienstag zum neuen höchsten Arboner gewählt. Sein Parteikollege Pascal Ackermann stellte ihn so vor:

«Ueli Nägeli ist kein Arboner Urgestein, sondern ein rundum zufriedener Zuezüger.»
Blick in die Sitzung des Arboner Stadtparlaments vom 4. Mai 2021 im Seeparksaal.

Blick in die Sitzung des Arboner Stadtparlaments vom 4. Mai 2021 im Seeparksaal.

Reto Martin

Der gebürtige St.Galler kehrte nach 25-jähriger Auslandtätigkeit in Europa, Asien und Südafrika wieder zurück in die Schweiz und lebt mit seiner Frau und seinen drei Kindern in Frasnacht. Er sitzt seit drei Jahren im Parlament und setzt sich insbesondere auch für die Entwicklung der Ortsteile Frasnacht und Stachen ein. «Im Parlament hat er bewiesen, dass er auch in hitzigen Diskussionen einen kühlen Kopf bewahren kann», sagt Ackermann über ihn. Deshalb sei er der ideale Kandidat für das Amt des Präsidenten. Nägeli sagte in seiner Ansprache:

«Es erfüllt mich mit Stolz, dass die SVP nach langer Abwesenheit wieder einmal einen Parlamentspräsidenten stellen darf.»

Dazu muss man wissen, dass vor zwei Jahren, als die SVP letztmals zum Zug gekommen wäre, der damalige Vizepräsident Ruedi Daepp entgegen der Gepflogenheit nicht nachrücken wollte. Als neuer Vizepräsident wurde am Dienstag Pesche Künzi gewählt.