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Arbon: Die IG Metropol ist enttäuscht vom Kanton

Die Gruppierung sieht den Entscheid des Departementes für Bau und Umwelt zum Hotel Metropol als Kniefall vor der HRS. Ein «Abbruch auf Vorrat» dürfe kein Thema sein.
Kein schöner Anblick: Das Hotel Metropol ist mit Brettern zugenagelt (Bild: Max Eichenberger)

Kein schöner Anblick: Das Hotel Metropol ist mit Brettern zugenagelt (Bild: Max Eichenberger)

Dass der Kanton die Einsprache des Thurgauer Heimatschutzes ablehnt und das Hotel Metropol nicht unter Schutz stellt, stösst bei der IG Metropol auf starke Kritik und grosses Unverständnis. Nach dem Arboner Stadtrat gewichte nun auch das Departement für Bau und Umwelt (DBU) wirtschaftliche Überlegungen stärker als denkmalschützerische Anliegen, obwohl es dem «Metropol» eine «hohe Schutzwürdigkeit» bescheinige, schreibt die IG in einem Communiqué.

Damit stütze sich das DBU einseitig auf nachträglich eingeholte Gutachten zu den Sanierungs- und Betriebskosten. Wenn eine Unterschutzstellung als unzumutbar für die Eigentümerin HRS und als unverhältnismässig bezeichnet wird, komme dies einer problematischen Parteinahme gleich. Desavouiert werde damit auch die kantonale Denkmalpflege, die sich aufgrund eines eigenen Gutachtens für den Schutz des «Metropols» ausgesprochen hatte.

Hotel Atlantis in Zürich: Es geht auch anders

Andere Beispiele wie jenes des 1970 erstellten Hotel Atlantis in Zürich mit einem gleichen Baustil wie das «Metropol» zeigten, dass eine wirtschaftliche Führung nach einer Sanierung durchaus möglich wäre. Dass das DBU nun wie der Stadtrat die stark renditeorientierte Sicht des neuen «Metropol»-Besitzers HRS teilt, müsse für viele Bürgerinnen und Bürger, denen an offensichtlich schutzwürdigen Objekten liegt, deprimierend und demotivierend wirken.

Die IG Metropol, die weit über 1000 Bürgerinnen und Bürger hinter sich weiss, werde die weitere Entwicklung rund um das «Metropol» mit grösster Aufmerksamkeit verfolgen und allenfalls weitere Schritte in die Wege leiten. Sie fordert den Stadtrat auf, zu verhindern, dass die Arboner Uferpromenade und das Ortsbild durch eine Umzonung verschandelt werden.

Kein Platz für höhere Häuser oder Hochhäuser

Bei der künftigen Planung müsse gemäss dem behördenverbindlichen Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz verfahren werden. Die «Metropol»-Parzelle dürfe auf keinen Fall in eine Zone für höhere Häuser und Hochhäuser umgewandelt werden. Zum Thema Umzonung stehe auch der Kanton in der Pflicht. Auch ein «Abbruch auf Vorrat» des «Metropols» dürfe kein Thema sein.

Die IG Metropol wird angeführt von Arthur Stark (Präsident, parteilos), Lukas Auer (CVP), Kurt Sonderegger (FDP), Andrea Vonlanthen (SVP) und Erica Willi (SP). Sie sprechen allen Sympathisanten für die Unterstützung ihren besten Dank aus. (red)

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