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Anwohner bekämpfen Antenne in Märstetten

Der Mobilfunkanbieter Salt will auf dem Gelände der Hess Druck AG eine Mobilfunkantenne errichten. Mit einer Sammeleinsprache wollen Familien aus den angrenzenden Quartieren dagegen vorgehen.
Mario Testa
Das Visier zeigt, wie hoch die Mobilfunkantenne auf der Rückseite der Ostseite der Hess Druck AG in die Luft ragen würde. (Bild: Mario Testa)

Das Visier zeigt, wie hoch die Mobilfunkantenne auf der Rückseite der Ostseite der Hess Druck AG in die Luft ragen würde. (Bild: Mario Testa)

Die lange Stange schwingt hin und her im Wind. Rund 20 Meter hoch ist das Visier, das die Ausmasse der möglichen künftigen Mobilfunkantenne von Salt Mobile verdeutlicht. Der Standort befindet auf der Ostseite der Hess Druck AG am Schützlerweg – am Dorfrand, weg vom Zentrum. Und doch in der Nähe eines Wohnquartiers. Durch das Visier aufgeschreckt haben sich in den vergangenen Tagen fünf Familien zusammengeschlossen und sammeln nun Unterschriften für eine Sammeleinsprache gegen das Baugesuch, das noch bis am Montag auf der Gemeinde Märstetten aufliegt.

«Wir haben bereits 150 Unterschriften von einspracheberechtigten Märstetterinnen und Märstettern beisammen», sagt Charlotte Stampfli. Sie wohnt etwa 250 Meter vom Antennenstandort entfernt und befürchtet diverse negative Konsequenzen, sollte die Mobilfunkantenne gebaut werden. «Die Dauerbestrahlung ist schädlich für Menschen und Tiere, zudem mindert die Antenne den Wert der Liegenschaften in der Nähe und sie stört auch das Ortsbild. Aus all diesen Gründen wollen wir diese Antenne nicht», sagt Stampfli. Zudem sei die Netzabdeckung auch von Salt auf dem ganzen Gemeindegebiet heute schon gut, da brauche es keine zusätzliche Antenne. «Deshalb werden wir unsere Sammeleinsprache am Montag auf der Gemeinde deponieren.»

Ein besserer Standort als Mitten im Dorf

Jürg Hess, Geschäftsführer der Hess Druck AG, zeigt Verständnis für den Widerstand der Anwohner gegen die geplante Antenne auf seinem Gewerbegrundstück. «Ich will ja auch nicht unbedingt eine solche Antenne vor meinem Haus», sagt Hess. Gleichzeitig besitze heute aber jeder ein Mobiltelefon und da brauche es halt auch die nötige Infrastruktur – und die Antenne sei auf seinem Grundstück sicher am besseren Ort, als auf anderen Mitten im Dorf, die Salt geprüft habe. «Salt kam auf mich zu und wollte zuerst an der Gartenstrasse bauen. Aber das ist mitten im Dorf im Wohnquartier, da hab ich nein gesagt. Später kamen dann erneut auf mich zu wegen des Standorts hier draussen bei der Druckerei.»

Die Vertreter des Mobilfunkanbieters hätten ihm versichert, die Antennen könnten gut ausgerichtet werden, so dass die Strahlung nicht direkt aufs Wohnquartier trifft. Die stärkste Strahlenbelastung komme ohnehin vom Mobiltelefon direkt am Kopf, gerade bei schlechtem Empfang. «Das wissen viele Leute nicht und bekämpfen lieber die Antennen anstatt ihr Handy wegzugeben.» Aus all diesen Gründen sei er auf die Anfrage von Salt zur Nutzung des Grundstücks eingegangen. «Mir ist es aber auch gleich, wenn die Antenne nicht gebaut wird.»

Andere Standorte zu zentral im Dorf

Gemeindepräsident Jürg Schumacher ist nicht überrascht vom Widerstand gegen die Antenne. «Ich habe bei der Stellungnahme auf das Gesuch von Salt aufs Wohngebiet hingewiesen», sagt er. Auch für den Werkhof habe er schon Anfragen von Mobilfunkanbietern bekommen als Standort für ihre Antennen. «Aber das geht nicht wegen der dortigen Photovoltaikanlage und des Wohngebiets rundherum.»

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