Kreuzlinger Antipasti haben Hochsaison

Die Ceposa AG beschäftigt derzeit einen Drittel mehr Mitarbeiter, um die hohe Nachfrage vor den Festtagen bewältigen zu können. Das Kreuzlinger Unternehmen will bald in ein Bauprojekt investieren.

Nicole D’Orazio
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Produktionsleiter Martin Albert und Fisnik Ziberi, Leiter Logistik, sprechen über ein Produkt. (Bild: Donato Caspari)

Produktionsleiter Martin Albert und Fisnik Ziberi, Leiter Logistik, sprechen über ein Produkt. (Bild: Donato Caspari)

Apéro-Platten mit verschiedenen Antipasti oder Saucen fürs Fondue chinoise: Bei der Ceposa AG in Kreuzlingen ist Hochbetrieb. Das ganze Land wartet auf die Feiertage hin auf die Produkte. Die Manufaktur im ehemaligen Molkereigebäude beschäftigt derzeit einen Drittel mehr Angestellte als sonst. «Von Mitte November bis Ende Dezember benötigen wir Unterstützung, weil wir sonst die hohe Nachfrage nicht stemmen können», sagt CEO Renato Mariana.

Normalerweise hat das Unternehmen, das seit diesem Sommer in neuem Besitz ist (unsere Zeitung berichtete), 45 Mitarbeiter. Momentan sind es gut 60.

Die Ceposa AG beliefert einerseits Metzgerei- und Feinkost-Fachgeschäfte, den Detailhandel und zu einem kleinen Teil die Industrie. «Ein Grossverteiler hat neu vier unserer Chinoise-Saucen ins Premium-Sortiment genommen. Das merken wir und müssen in der Produktion schnell sein, wenn es Nachschub braucht.»

Die Handarbeit hat ihren Preis

Hier sei man gegenüber der ausländischen Konkurrenz im Vorteil, weil alles in Kreuzlingen produziert wird – in Handarbeit. Das hat seinen Preis, den man den Kunden immer wieder erklären müsse. «Doch wir halten eisern an unseren Werten fest. Qualität ist eines unserer obersten Gebote.» Kein Konkurrent könne eine vergleichbare Qualität präsentieren, ist er überzeugt. «Wir punkten mit Frische.»

Der Chef der Antipasti: Renato Mariana ist CEO der Ceposa AG. (Bild: Donato Caspari)

Der Chef der Antipasti: Renato Mariana ist CEO der Ceposa AG. (Bild: Donato Caspari)

Im Sommer werde Schweizer Gemüse verarbeitet. Nur was in der Schweiz nicht wachse, komme aus dem Ausland. Hauptsächlich aus dem Mittelmeerraum. Zum Beispiel die Oliven. Die anderen Werte, die für das Unternehmen wichtig sind, lauten Team, Respekt, Verantwortung, Ehrlichkeit und Freude. Man sei eine Familie.

«Doch es ist manchmal eine Herausforderung, diese in unserem dynamischen Markt zu leben. Doch wir schaffen das»,

erzählt Mariana.

Um ihre Verantwortung gegenüber der nächsten Generation wahrzunehmen, unterstützt Ceposa die Stiftung Uccelin von Starkoch Andreas Caminada, die junge Fachleute in den gastronomischen Berufen fördert. «Wir müssen schauen, dass Jugendliche sich weiterhin für Berufe in der Lebensmittelproduktion und -verarbeitung interessieren». Ceposa beschäftigt deswegen auch Lehrlinge.

Am heutigen Standort stösst man an Grenzen

Bei der Ceposa AG will man demnächst in die Zukunft investieren – in die eigene. «Am heutigen Standort in der alten Molkerei stossen wir leider an Grenzen und können kaum noch wachsen», sagt der CEO. «Wir verfolgen deswegen zwei Bauprojekte. Wir werden uns Anfang des nächsten Jahres für eines entscheiden.»

In der neuen Strategie, welche man mit dem Unternehmen verfolge, seien auch Zukäufe nicht ausgeschlossen, erzählt Renato Mariana. «Das heisst, dass wir vielleicht mit einem guten Partner im In- oder Ausland zusammenspannen oder diesen übernehmen, um in anderen Märkten mitzumischen.»