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Das Spital hat Anschluss von zwei Seiten

Beim Kantonsspital Münsterlingen fährt der Verkehr ab nächster Woche durch den neuen Kreisel Ost. Dieser sei sinnvoll, auch wenn die Oberlandstrasse einst nicht in diesen münden sollte.
Nicole D’Orazio
Der Kreisel Ost beim Kantonsspital Münsterlingen ist fast fertig und wird am Montag dem Verkehr übergeben. (Bild: Donato Caspari)

Der Kreisel Ost beim Kantonsspital Münsterlingen ist fast fertig und wird am Montag dem Verkehr übergeben. (Bild: Donato Caspari)

Die eine Baustelle ist fertig, doch die nächste folgt sogleich. Am kommenden Montag, 25. Juni, werden der neue Kreisel östlich des Kantonsspitals Münsterlingen sowie die Müslenstrasse dem Verkehr übergeben. Gleichzeitig ist dann Start für die umfangreichen Erschliessungsarbeiten im Bereich des geplanten Herz-Neuro-Zentrums Bodensee (HNZB). Die Arbeiten können beginnen, obwohl der jahrelange Rechtsstreit um die Baubewilligung des Neubaus noch immer andauert (siehe Kasten).

«Das Strassenbauprojekt hat 2013 öffentlich aufgelegen. Damals eingegangene Einsprachen konnten beim kantonalen Departement für Bau und Umwelt als erledigt abgeschrieben werden, sodass das Projekt seit geraumer Zeit rechtsgültig ist», erklärt Marc Rudolf, Leiter Strassenbau des kantonalen Tiefbauamtes. Da die Erschliessung nicht ausschliesslich dem Herz-Neuro-Zentrum, sondern dem ganzen Spitalcampus und den darin kürzlich neu erstellten Bauten diene, mache eine Realisierung zur Optimierung der Verkehrsabläufe jetzt schon Sinn.

Der Bau des Kreisels verlief gut. Bei vorgängigen Arbeiten, beziehungsweise beim Bau des Meteorwasserkanals, seien schwierige Bodenverhältnisse kombiniert mit teils schlechtem Wetter zu beklagen gewesen, sagt Rudolf. «Aus heutiger Sicht können wir davon ausgehen, dass die Kosten eingehalten werden.» Diese belaufen sich auf drei Millionen Franken.

Der Kreisel macht auch ohne OLS-Anbindung Sinn

Den aufgekommenen Vorwurf, dass der Kreisel umsonst gebaut wurde, weil die Oberlandstrasse (OLS) wahrscheinlich nicht an diesen angeschlossen wird, lässt Rudolf nicht gelten. «Derzeit ist noch nicht entschieden, wo die OLS an die Kantonsstrasse H13 angeschlossen werden soll. Es stehen weiterhin mögliche Varianten zur Diskussion.»

Unabhängig von der OLS, gehöre der Kreisel Ost jedoch zum Verkehrs- und Erschliessungskonzept des Spitalcampus, welches 2011 ausgearbeitet wurde und nun umgesetzt wird. «In diesem ist vorgesehen, dass das Areal nebst dem bestehenden westlichen Anschluss auch östlich mit einem Kreisel an die Kantonsstrasse angeschlossen werden soll.»

Die zwei Kreisel bilden den optimalen Anschluss

Mit diesen beiden Anschlüssen solle eine optimale Anbindung des Verkehrs, insbesondere des öffentlichen Verkehrs (Bus) für die Zukunft gewährleistet werden, meint Rudolf. Dabei wurde der Kreisel so ausgelegt, dass eine Anbindung der OLS, mit moderatem baulichen Aufwand, zu einem späteren Zeitpunkt ausgeführt werden kann.

In den nächsten fünf Jahren ist nun die Sanierung der Seestrasse vom Kreisel Ost bis nach Landschlacht geplant. «Derzeit ist man noch an der Überprüfung von verkehrstechnischen Optimierungen beim Dorfeingang Landschlacht», sagt der Projektleiter. «Sobald man Klarheit über diese allfälligen Massnahmen hat, wird der Abschnitt zwischen dem neuen Kreisel bis nach Landschlacht saniert.»

Die Bauarbeiten für das Herz-Neuro-Zentrum könnten beginnen

Das Bundesgericht muss sich der Einsprache gegen den Neubau des Herz-Neuro-Zentrums Bodensee (HNZB) beim Spital Münsterlingen nochmals annehmen, obwohl es im Sommer letzten Jahres den Vorinstanzen recht gegeben hatte (unsere Zeitung berichtete). Es wies den Fall zur Klärung einer spezifischen Sachfrage an das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau zurück. Dieses wiederum hat diese Frage letzten Herbst geklärt. Der Einsprecher hat den Entscheid jedoch erneut ans Bundesgericht weitergezogen. Seitdem heisst es warten. «Es ist zutreffend, dass die Beschwerde eines einzelnen Einsprechers weiterhin beim Bundesgericht hängig ist», teilt Kliniksprecher Franco Gullotti mit. Das HNZB habe zwischenzeitlich alle für den Neubau erforderlichen Vorbereitungsarbeiten abgeschlossen und werde umgehend mit den Bauarbeiten beginnen, sobald hinsichtlich der derzeit erteilten Baugenehmigung Rechtssicherheit besteht, teilt Gullotti mit. «Natürlich bedauert das HNZB die Verzögerung durch diese Einsprache sehr.» Da alle im Neubau vorgesehenen Behandlungsverfahren bereits am jetzigen Standort durchgeführt werden, habe die Verzögerung allerdings keinen Einfluss auf die medizinische Versorgung.

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