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Anpfiff auf dem Acker: Kreuzlingen will neuen Kunstrasenplatz bauen

Der Stadtrat legt die Botschaft für den 3-Millionen-Kredit vor. Der Gemeinderat entscheidet nächste Woche, die Volksabstimmung findet am 10. Februar statt.
Martina Eggenberger Lenz
Auf diesem Feld im Gebiet Döbeli plant die Stadt Kreuzlingen einen Kunstrasenplatz. Hauptnutzer wäre die AS Calcio. (Bild: Martina Eggenberger)

Auf diesem Feld im Gebiet Döbeli plant die Stadt Kreuzlingen einen Kunstrasenplatz. Hauptnutzer wäre die AS Calcio. (Bild: Martina Eggenberger)

Nächsten Donnerstag befindet der Gemeinderat über die Kreditvorlage, die den Weg für einen Kunstrasenplatz auf dem Trainingsareal die AS Calcio ebnen würde. Vor sieben Jahren hat die Stadt einen ersten Kunstrasenplatz auf Klein Venedig gebaut. Man habe damit gute Erfahrungen gemacht, betont die zuständige Stadträtin Dorena Raggenbass. Ein zweiter Kunstrasenplatz wäre das effizienteste Mittel, um der vorhandenen Unterdeckung an Spielflächen im Bereich Fussball entgegen zu wirken. Das Problem bestehe in Kreuzlingen schon lange. Doch die Vorbereitungen zur Ausarbeitung der Botschaft hätten ganze drei Jahre gedauert. Hauptgrund ist, dass das betroffene Areal im Döbeli wie die gesamte Fläche, die von der AS Calcio genutzt wird, der Stadt Konstanz gehört.

Nach längeren Verhandlungen willigte die Nachbarstadt nun ein. Sie vermietet die heute landwirtschaftlich genutzte Fläche für 25 Jahre an die Stadt Kreuzlingen. Dem Bauern, der aktuell das Land pachtet, wird beim Ziegeleiweiher eine Ersatzfläche zur Verfügung gestellt.

Umgebung bekommt Park-Charakter

Dass das Land, auf dem bald ganzjährig Fussball gespielt werden soll, heute noch ein Acker ist, ist mit ein Grund für die hohen Investitionskosten von total 2,85 Millionen Franken. «Der Boden muss von Grund auf neu aufgebaut werden», erklärt Dorena Raggenbass. Auch braucht es Installationen und Anschlüsse, eine Beleuchtung, eine einfache Stufentribüne sowie eine Umzäunung. Als Begleitmassnahmen kündigt die Stadträtin die Renaturierung der Bachläufe im Döbeli an. Auch sei ein Retentionsbecken mit entsprechender Bepflanzung vorgesehen. Neben dem Kunstrasenplatz soll ein «Tschuttiplatz» für die Öffentlichkeit entstehen. «Überhaupt wollen wir das Gebiet zu einer Art Park als Naherholungsgebiet für die Kreuzlinger und Konstanzer aufwerten.»

Dorena Raggenbass, Kreuzlinger Stadträtin Departement Gesellschaft.

Dorena Raggenbass, Kreuzlinger Stadträtin Departement Gesellschaft.

Wie der Platz in Klein Venedig soll jener im Döbeli nicht mit Granulat verfüllt werden. Das ist die umweltfreundlichere Variante. Dorena Raggenbass macht aber auch keinen Hehl daraus, dass der Kunstrasen im Vergleich zum Naturrasen eine ungünstigere Ökobilanz hat. Die Vorteile würden aber überwiegen, zumal mit einem Kunstrasenplatz doppelt so viel Bedarf abgedeckt werden könne wie mit einem normalen Platz. Vom neuen Feld würden auch andere Sportvereine profitieren, betont sie. Wenn mehr draussen gespielt werden könne, schaffe das Platz in den Hallen.

Das Volk hat das letzte Wort

Nach dem Gemeinderat wird am 10. Februar das Kreuzlinger Stimmvolk über den Bau des Kunstrasenplatzes im Döbeli entscheiden. Kommt es auch hier zu einem Ja, können im Frühling die Verträge unterzeichnet und im Sommer die Projektplanung gestartet werden. Der Baustart ist für November 2019 vorgesehen. Eingeweiht werden könnte der Platz voraussichtlich im Frühling 2020, spätestens aber 2021.

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