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Annette Heim kandidiert für den Gemeinderat Hauptwil-Gottshaus

Obwohl sie noch kein politisches Amt bekleidet hat, ist die 34-jährige parteilose Kandidatin aus Wilen (Gottshaus) überzeugt, der Aufgabe gewachsen zu sein.
Georg Stelzner
Annette Heim ist bereit, die Nachfolge von Elsbeth Freitag anzutreten. (Bild: Reto Martin)

Annette Heim ist bereit, die Nachfolge von Elsbeth Freitag anzutreten. (Bild: Reto Martin)

Annette Heim ist eine viel beschäftigte Frau und vierfache Mutter. Dennoch möchte sie im Gemeinderat Hauptwil-Gottshaus die Nachfolge von Elsbeth Freitag antreten. Die Kandidatur sei aber nicht ihre Idee gewesen, sagt Annette Heim.

Sie sei von der SVP angefragt worden und habe nach reiflicher Überlegung und Absprache mit der Familie zugesagt. «Ich möchte mich auf diese Weise für die Gesellschaft engagieren, zumal sich sogar die Chance bietet, das im Ressort Kultur, Sport und Freizeit zu tun.»

Das seien Bereiche, die sie interessierten und in denen sie sich zutraue, etwas bewirken zu können. «Mein Mann meint auch, dass das Amt zu mir passen würde», ergänzt die Kandidatin.

Der SVP nahestehend, aber kein Mitglied

Den Umstand, auf dem politischen Parkett unerfahren zu sein, möchte Heim nicht überbewerten. Sie werde bestimmt die nötigen Informationen und Tipps erhalten, um in der Behörde bestehen zu können, ist sie überzeugt.

Was eine Parteimitgliedschaft anbelangt, will die Kandidatin nichts überstürzen. Sie stehe der SVP nahe, nicht zuletzt deshalb, weil sich diese Partei für die Landwirtschaft einsetze, teile aber nicht alle Positionen. Aus heutiger Sicht sei kein Beitritt geplant, sagt Heim. Für alle Zeiten ausschliessen wolle sie einen solchen Schritt jedoch nicht.

Erfahrung in leitenden Funktionen

Annette Heim hat in der Vergangenheit bewiesen, dass sie an verantwortlicher Stelle erfolgreich wirken kann. Sie ist Kursleiterin und Jurorin im Nordostschweizerischen Jodlerverband und arbeitet im Verband Thurgauer Landwirtschaft mit.

So präsidierte sie 2018 jenes OK, das in Homburg den Event «Buurehof erläbe» auf die Beine stellte. «Ich habe Sitzungen und Projekte geleitet und ich weiss, wie Vereine funktionieren», sagt Heim, die sich als ausdauernd, geduldig und belastbar einschätzt.

Keine Angst vor Kritik aus Bevölkerung

Dass sie als Gemeinderätin auch mit Beschwerden wird leben müssen, ist ihr bewusst. Abschreckend wirkt das auf sie aber nicht. «Grundsätzlich kann ich mit konstruktiver Kritik gut umgehen», versichert sie. Zudem wisse sie, dass es gar nicht möglich ist, es immer allen recht zu machen. Das treffe gerade für die Politik zu, zeigt sich die Kandidatin realistisch.

Unter Berücksichtigung dieser Einstellung erstaunt es nicht, dass Annette Heim auch angetreten wäre, wenn es offizielle Mitbewerber gegeben hätte. Das ist bei den Gemeinderatswahlen in Hauptwil-Gottshaus aber nicht der Fall.

Fähigkeiten wichtiger als Geschlecht

Die parteilose Kandidatin kann also mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, am 10. Februar in den Gemeinderat gewählt zu werden. Dass durch ihren Wahlerfolg der Frauenanteil in der Behörde gleich bliebe, fände Annette Heim positiv.

Eine Verfechterin von fixen Quoten ist Annette Heim nicht. Zu dieser Frage hat Annette Heim eine klare Meinung: «Ich finde es gut, wenn im Gemeinderat Frauen vertreten sind. In erster Linie sollten aber die Fähigkeiten wichtiger sein als das Geschlecht.»

Wie lange sie dem Gemeinderat Hauptwil-Gottshaus angehören würde, lässt sie offen. Eine kleine Präzisierung lässt sich die Kandidatin aber doch entlocken: «Wenn alles passt, dann kann es schon mehr als eine Amtsdauer sein.»

Zur Person

Annette Heim kam am 22. Februar 1984 zur Welt und wuchs in Thundorf auf. Sie erlernte zunächst den Beruf der Medizinischen Praxisassistentin, um sich später auch zur diplomierten Pflegefachfachfrau ausbilden zu lassen. Im Spital Münsterlingen ist sie heute mit einem 10-Prozent-Pensum angestellt. Annette Heim ist verheiratet, Mutter von vier Buben und wohnt seit 2006 auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in Wilen. In der Freizeit musiziert Annette Heim in der Alphornbläservereinigung Fürstenland (Gossau) und in einer Büchelgruppe aus der Region. In Thundorf war sie auch im Turnverein. (st)

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