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Der Frauenschläger
von Kreuzlingen ist gefasst

Die Staatsanwaltschaft Kreuzlingen hat Strafbefehl gegen einen 52-jährigen Polen erlassen. Er steht im Verdacht, vier ihm unbekannte Frauen auf offener Strasse angegriffen zu haben.

Ida Sandl
Der Verdächtige hat scheinbar wahllos Frauen auf der Strasse angegriffen. (Symbolbild: Archiv/Hannes Thalmann)

Der Verdächtige hat scheinbar wahllos Frauen auf der Strasse angegriffen. (Symbolbild: Archiv/Hannes Thalmann)

Nur zwei Tage nach der letzten Attacke hat die Polizei zugegriffen. Beim Kreuzlinger Hafenbahnhof nahm sie am Mittwochabend einen 52-jährigen Polen fest. Er steht im dringenden Verdacht, vier Frauen auf offener Strasse geschlagen zu haben. Der Mann stritt die Taten bei der polizeilichen Befragung ab. Doch der Tatverdacht gegen ihn habe sich erhärtet, sagt Marco Breu, Oberstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft Kreuzlingen. Der Mann sei von den Frauen wieder erkannt worden.

Der Verdächtige muss das Land wohl verlassen

Inzwischen hat die Staatsanwaltschaft gegen ihn ­einen Strafbefehl wegen Tätlichkeiten erlassen. Der Strafbefehl ist noch nicht rechtskräftig. Für die Staatsanwaltschaft sei der Fall damit abgeschlossen, sagt Breu. Am Zug ist jetzt das ­Migrationsamt. Es sei informiert, um «allfällige ausländerrecht­liche Fernhaltemassnahmen» zu prüfen. Es sei davon auszugehen, dass der Verdächtige das Land verlassen muss.

Nähere Auskünfte zur Person des mutmasslichen Täters macht Breu nicht. Eine Tätlichkeit gilt gemäss Strafgesetzbuch als Übertretung, die nur mit Busse bestraft werden kann. Eine klassische Tätlichkeit sei die Ohrfeige ohne weitere Verletzungen.

Auch wenn die Opfer nicht verletzt wurden, hat der Mann, der ihm unbekannte Frauen ­angegriffen hat, trotzdem für ­Unruhe in Kreuzlingen gesorgt. «Solche Vorfälle lösen völlig ­verständlich ein ungutes Gefühl aus», sagt Breu.

Gute Vorarbeit der Polizei

Bereits Anfang August wurde eine Frau vom Verdächtigen vor einem Einkaufszentrum attackiert. Zwei Frauen haben Anzeige erstattet. Da es sich um kein Offizialdelikt handelt, konnte die Polizei erst nach der Anzeige ­tätig werden. Sie hat dann sofort intensiv nach dem Täter gesucht. Dabei kam den Polizisten zugute, dass die Frauen ihren Angreifer beschreiben konnten. Die Beschreibung habe auch zur Festnahme geführt. «Die Polizei hat gute Vorarbeit geleistet.»

Wegen der guten Vorarbeit der Polizei habe die Staatsanwaltschaft den Fall entsprechend schnell abschliessen können, sagt Breu. «Das ist wichtig, damit sich die Bevölkerung jetzt wieder sicherer fühlen kann.»

Alle vier Angriffe fanden auf Kreuzlinger Stadtgebiet statt. Der letzte am Montagabend. Dabei war eine 29-jährige Frau mit ihrer 2-jährigen Tochter unterwegs. Der Mann sei ihr entgegen­gekommen und habe mit der flachen Hand ausgeholt, um sie zu schlagen. Weil sie ausgewichen sei, habe er ihr mit der Faust auf den Kopf geschlagen.

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