Anette Fetscherin plaudert bei der Wigoltinger Awigo aus dem Nähkästchen

Das erste Jahr unter neuem Namen hat die Wigoltinger Pferdeversicherungs-Genossenschaft Awigo hinter sich. Zur Jahresversammlung kam Sportmoderatorin Anette Fetscherin und gab Einblicke in ihr Leben.

Margrith Pfister-Kübler
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Der Awigo-Vorstand mit dem neuen Springkonkurrenz-Hindernis: Thomas Bachmann, Norbert Hasler (Präsident), Sandra Seiler (Geschäftsführerin) Andrea Egli, Martin Strasser und Jörg Bornhauser. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Der Awigo-Vorstand mit dem neuen Springkonkurrenz-Hindernis: Thomas Bachmann, Norbert Hasler (Präsident), Sandra Seiler (Geschäftsführerin) Andrea Egli, Martin Strasser und Jörg Bornhauser. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

«Siege werden bald erfochten, Erfolge zu festigen ist schwer», sagte Präsident Norbert Hasler zur Begrüssung an der 151. Jahresversammlung im Gutsbetrieb Engel in Uesslingen.

Er blendete zurück aufs 150-Jahr-Jubiläum im 2018 in Mettendorf, das historische Ereignis, zurückzuführen auf weitsichtige Männer, die vor 150 Jahren zur Selbsthilfe griffen und im Restaurant Schäfli in Wigoltingen die Pferdeversicherungs-Genossenschaft Wigoltingen gründeten.

Die einzige Versicherung, die es in die Literatur und zu internationaler Beachtung geschafft hat, dank Dienstleistung, weil sich ein Mann sein Pferd versichern lassen wollte. Zur Festigung der Versicherung wurde 2018 die Pferdeversicherung Winterthur ins Boot geholt und auf neue Bedürfnisse zugeschnitten. Im neuen Namen «Awigo» ist Wigoltingen verankert und das neue Logo «Awigo» prangt auf dem ebenfalls neuen Concours-Hindernis.

2018 war ein Erfolgsjahr

Als Erfolgsjahr stufte Geschäftsführerin Sandra Seiler das Jahr 2018 ein. 693 Pferde von 483 Genossenschaftsmitgliedern waren per 31. Dezember 2018 versichert. Der Versicherungswert beträgt knapp 5,5 Millionen bei einem durchschnittlichen Wert von 7935 Franken pro Pferd.

Für die historischen Versicherungsunterlagen wird nach einem sicheren Archiv gesucht. «Das besehende Archiv bietet nicht genügend Platz, zudem liegt es in der Gemeinde Wigoltingen in einer ehemaligen Gefängniszelle und ist weit entfernt von der Geschäftsstelle», sagte Sandra Seiler, die in Balterswil wohnt.

Die Jahresrechnung weist einen Gewinn von 42378 Franken aus. Bravorufe löste die Botschaft «eine Rückvergütung ist in Planung» aus. Rechnung, Jahresrechnung und Statutenanpassung wurden einstimmig genehmigt.

Umrahmt wurde die 151. Versammlung mit einer Besichtigung der Weinkellerei Engelwy und dem Vortrag von Annette Fetscherin, Sport-Moderatorin beim Schweizer Fernsehen (SRF) und Pferdeliebhaberin.

Lieber arbeiten statt freie Tage geniessen

SRF-Sportmoderatorin Anette Fetscherin (Bild: Andrea Stalder)

SRF-Sportmoderatorin Anette Fetscherin (Bild: Andrea Stalder)

Dort wo es läuft, wo die Emotionen sind, sei sie die Erste beim Sieg oder bei der Niederlage im Eishockey, Unihockey, Fussball, Skirennen bis Skispringen und sie müsse möglichst spannende Antworten rausholen. Ihre Erlebnisberichte sprudelten nur so. Auf Fragen nach Arbeitszeiten setzte sie ein pfiffiges Lächeln auf und sagte:

«Ich bin extrem privilegiert und arbeite megaviel. Aber mein Job ist megacool, dass ich lieber arbeite als frei zu haben.»

Manchmal habe sie vier Wochen lang keinen Tag frei. Und wenn sie frei hat, dann setzt sie sich aufs Pferd und spielt Polo, ein Mannschaftssport. «Ich habe mein Plätzli gefunden – im Beruf und im Sport», sagt sie lachend. Wie es mit der Hierarchie bei SRF aussehe, wollte ein Genossenschafter wissen. Klare Antwort: «Wer neu dabei ist, muss das nehmen, was übrig bleibt.»