Gelungene Premiere für den Amriswiler Nachhaltigkeitsmarkt: Anbieter wollen wieder kommen

Der Nachhaltigkeitsmarkt im Kulturforum Amriswil stiess auf ein grosses Publikumsinteresse. Auch die Anbieter waren von der Veranstaltung angetan.

Christoph Heer
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Am Markt im Kulturforum kam es zum Austausch zwischen Besucherinnen und Anbieterinnen.

Am Markt im Kulturforum kam es zum Austausch zwischen Besucherinnen und Anbieterinnen.

Bild: Christoph Heer (Amriswil, 22. August 2020)

Als erst 13. Gemeinde in der Schweiz und gar als erste im Thurgau, wurde am Samstagnachmittag Amriswil als «Fair Trade Town» ausgezeichnet. Umrahmt wurde die Feierlichkeit durch den erstmalig durchgeführten Nachhaltigkeitsmarkt. Dieser sorgte für Furore, eine Wiederholung wünschen sich schliesslich nicht nur die Ausstellerinnen und Aussteller.

Ausdauer und Geduld waren nötig

Zweieinhalb Jahre lang arbeitete die zehnköpfige Arbeitsgruppe daran, die Auszeichnung «Fair Trade Town» nach Amriswil zu holen. «Fair Trade Town» ist eine Kampagne, die vom Dachverband Swiss Fair Trade und seinen Mitgliederorganisationen getragen wird und die Auszeichnung jenen Gemeinden verleiht, die sich besonders stark für den fairen Handel einsetzen.

So weit, so gut. Amriswil hat sich die Auszeichnung verdient, denn zahlreiche hiesige Detaillisten und Gastrobetriebe stehen mittlerweile für fairen Handel und Nachhaltigkeit ein.

Mit dem Umsatz zufrieden

Nun wollten all die fair hergestellten Artikel und kulinarischen Raffinessen «an den Mann» gebracht werden. Und wie geht das besser, als mit einem Nachhaltigkeitsmarkt im Kulturforum.

Zahlreiche Aussteller hatten ihre Waren sorgfältig aufgetischt, erfreuten sich an jedem einzelnen Besucher und machten – nach eigenen Aussagen – ein gewinnbringendes Geschäft. Alles spricht von einer Win-win-Situation für sämtliche Beteiligten.

Auch das Ambiente stimmt

Ausgesprochen gut war die Stimmung den ganzen Samstag hindurch. Bestes Beispiel hierfür war Doris Bühler. Die Verkäuferin von «Recyclingwaren und Nachhaltigkeitssachen», freute sich über die grosse Laufkundschaft.

«Mir lief es sensationell gut. Schön war auch, dass viele bekannte Personen durch den Markt schlenderten. Es wäre ausgesprochen toll, würde dieser Markt weiter bestehen», sagte die Amriswilerin.

Publikumswünsche erfüllt

Auch Ursula Rohner und Siri Kirchmann (Kümmertshausen), genossen die Stimmung. «Da es durchgehend Besucherinnen und Besucher hatte, lief es wie am Schnürchen und Langeweile kam nie auf.»

Die beiden rezyklieren Altglas und erschaffen neue, wunderbare Elemente. Stricksachen, Spiele, Kaffee und vieles mehr, die Wünsche der Besucher konnten ausnahmslos gestillt werden.

Viele Aussteller bemerkten, wie sich das Publikum nicht nur für die Produkte an sich interessierte, oft wurden auch Fragen bezüglich Herstellung, Nachhaltigkeit und fairem Handel gestellt.

Ruf nach einer Wiederholung

Moritz Michel, Mitglied der zehnköpfigen Arbeitsgruppe, erklärte am Schluss des Premierenanlasses, dass man eigentlich gewillt sei, eine zweite Durchführung zu lancieren.

«Zuerst ziehen wir nun aber Bilanz und schauen dann weiter. Dass viele Aussteller schon betont haben, dass sie wieder mitmachen würden, bestärkt uns natürlich in unserem Tun.»

Viel Arbeit wurde in das ganze Projekt gesteckt und anhand des grossartigen Erfolges, wäre es für alle ein Gewinn, wenn eine zweite Durchführung machbar werden würde.

Auszeichnung für fairen Handel

«Fair Trade Town» ist eine Auszeichnung für Städte und Gemeinden, die sich für den fairen Handel engagieren. Jede Schweizer Stadt und Gemeinde hat ein eigenes «Fair-Trade-Town»-Profil. «Fair Trade Town» verfolgt das Ziel, das Bewusstsein für einen nachhaltigen und fairen Konsum zu stärken und eine Verhaltensänderung in Gemeinden zu bewirken. Auf kommunaler Ebene wird ein Nachhaltigkeitsprozess gestartet; lokale Unternehmen, Restaurants, Cafés, Schulen, Institutionen und die Gemeindeverwaltung werden eingebunden. Hinweis Nähere Informationen unter www.fairtradetown.ch