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An der Weinfelder Velobörse kauft keiner die Katze im Sack

Rund 80 Fahrräder wechselten am Samstag auf dem Marktplatz auf Initiative der Grünen Partei ihren Besitzer.
Monika Wick
Besucher der Velobörse begutachten die ausgestellten Modelle. (Bild: Monika Wick)

Besucher der Velobörse begutachten die ausgestellten Modelle. (Bild: Monika Wick)

Evi Holzach parkt ihr kleines weisses Auto auf dem Marktplatz. Aus dem Kofferraum des Fahrzeugs hievt die Bergerin ein Fahrrad. «Es gehört meinem Sohn, wird aber seit geraumer Zeit nicht mehr genutzt», sagt sie. Da der Drahtesel in einem tadellosen Zustand ist und wegwerfen für Evi Holzach nicht in Frage kommt, bringt sie ihn zur Velobörse.

Veranstalterin ist die Grüne Partei Weinfelden. Mit ihrem Vorhaben steht Evi Holzach nicht alleine da. Auf dem Platz vor dem Pestalozzi-Schulhaus herrscht rege Betriebsamkeit. Mitglieder der Grünen nehmen die Velos entgegen, überprüfen ihre Verkehrstauglichkeit und bestimmen gemeinsam mit den Besitzern den Verkaufspreis.

Bremsen ziehen, Ketten prüfen

Auf der anderen Seite warten potenzielle Käufer darauf, ihrerseits die Velos zu begutachten. Sie ziehen an Bremsen, drücken auf Reifen oder lassen die Fahrradkette von einem Kranz auf den anderen springen. Zur abschliessenden Überprüfung wird zu guter Letzt eine Runde um das Schulhaus gedreht. Die sprichwörtliche Katze im Sack kauft hier niemand.

Peter Zürcher möchte die Laufräder seiner Zwillinge veräussern. Im Gegenzug sucht der Metzgersbuhwiler ein Fahrrad für seinen Sohn. «Manchmal nutzen wir auch Internetplattformen zum Kaufen oder Verkaufen. Die Börse bietet aber klar den Vorteil, dass man die Ware eins zu eins begutachten kann und sich nicht nur auf Bilder verlassen muss», sagt er.

Die Börse erfreut sich wieder grösserer Beliebtheit

Auch Silvia Wolfer kann der Börse nur Positives abgewinnen. «Die Kinder wachsen so schnell und behandeln ihre Velos nicht immer so sorgfältig. Die Börse bietet für unsere Ansprüche ein sehr gutes Angebot», sagt die Weinfelderin. Ein kleiner Bub hat derweil seine Wahl getroffen. Dass seine Mutter die Begeisterung für den kleinen roten Flitzer nicht teilen kann, sorgt beim kleinen Mann für bittere Tränen. Aufgeben ist für ihn aber keine Option, mit rasanten Manövern versucht er seine Mutter dennoch vom Kauf zu überzeugen.

Franz Portmann organisiert die Börse seit 32 Jahren. «In den Anfängen war das Interesse viel grösser. Nach etwas flaueren Jahren ist die Tendenz aber wieder steigend», beobachtet er.

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