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Amt für Kultur streicht Walensee-Bühne die Lotteriefonds-Gelder

Mit der Ankunft der Darstellerinnen und Darsteller am Dienstag hat in Walenstadt für die Produktion des Musicals «Die Schöne und das Biest» die «heisse Phase» begonnen. Gemäss den Organisatoren liegt man gut im Fahrplan. Weniger erfreuliche Nachrichten gibt es dafür aus St.Gallen – das Amt für Kultur hat die Beiträge aus dem Lotteriefonds an die Walensee-Bühne gestrichen.
Reto Vincenz/Sarganserländer
Letztes Jahr gab es für das Musical «Saturday Night Fever» noch Beiträge aus dem Lotteriefonds. (Bild: Raphael Rohner)

Letztes Jahr gab es für das Musical «Saturday Night Fever» noch Beiträge aus dem Lotteriefonds. (Bild: Raphael Rohner)

Die Beiträge aus dem Lotteriefonds des Kantons St.Gallen an die Walensee-Bühne haben in den letzten Jahren immer wieder für kontroverse Diskussionen gesorgt. Während die Organisatoren im Laufe der Zeit massive Kürzungen hinnehmen mussten und dies, mindestens hinter vorgehaltener Hand, auch beklagten, sahen Kritiker des Musicals am Walensee auch die zuletzt für «Saturday Night Fever» im 2017 noch ausbezahlten 120 000 Franken als deutlich zu hoch an.

Nun liegt der Bericht der Regierung über die geplanten Beitragszahlungen für den Sommer 2018 vor – und die Walensee-Bühne wird darin mit keiner Silbe erwähnt. Heisst: Winkt der Kantonsrat die Anträge in der Junisession in globo durch – ein öfters praktiziertes Vorgehen –, geht das Musical am Walensee komplett leer aus.

«Genügend Potenzial»


Die beim kantonalen Amt für Kultur für die Beiträge aus dem Lotteriefonds zuständige Marina Pondini bestätigte auf Anfrage der Redaktion die Nicht-Berücksichtigung der Walensee-Bühne. Die Produktion habe eine Grösse erreicht, bei der sie nach Ansicht des Amtes für Kultur genügend Mittel aus dem Ticketing, den Einnahmen aus der Gastronomie und Sponsorengeldern generieren könne, so Pondini.

Auch hätten die Musicals am Walensee in den letzten Jahren an Innovationskraft verloren. Seien früher grosse, selber geschriebene Eigenproduktionen mit regionaler Verankerung realisiert worden, beschränke man sich heute darauf, bekannte und etablierte Werke zu spielen. Und, so Pondini, es habe sich in den letzten Jahren angedeutet, dass es am politischen Willen fehle, die Walensee-Bühne mit Beiträgen aus dem Lotteriefonds zu unterstützen.

Wyss: Beiträge substanziell

Der Produzent der Walensee-Bühne, Marco Wyss, wollte sich gestern auf Anfrage des «Sarganserländers» nicht explizit zum Entscheid des Amtes für Kultur äussern. Er verwies auf das laufende politische Verfahren. Grundsätzlich bestätigte er aber, dass man für die Gelder aus dem Lotteriefonds gekämpft habe und dass der Beitrag für die Organisatoren «substanziell» ist. Sicher ist, dass «Die Schöne und das Biest» trotzdem gespielt wird. Wyss: «Wir sind in der Produktion schon viel zu weit fortgeschritten.»

Keine Auskunft konnte gestern der Präsident der kantonalen Finanzkommission, Christof Hartmann, geben. Das Gremium sei derzeit dabei, die Anträge des Amtes für Kultur zu beraten, so der SVP-Kantonsrat.

Vorbereitungen laufen auf Hochtouren

In Walenstadt laufen in diesen Tagen die Vorbereitungen für die Premiere von «Die Schöne und das Biest» am 20. Juni auf Hochtouren. Vorgestern Dienstag sind die Darstellerinnen und Darsteller eingetroffen. Sie proben vorerst in der Mehrzweckhalle neben dem Eventgelände. Parallel dazu wird die Infrastruktur aufgebaut. Bereits fertig ist die wiederum überdachte Tribüne. Das Bühnenbild wird in den nächsten Tagen fertiggestellt. Gemäss Produzent Marco Wyss wurde der Blickwinkel auf das Geschehen leicht verändert. Tatsächlich ist nun links von der Bühne der Walensee sehr gut sichtbar. Gut läuft -gemäss Wyss der Vorverkauf.

Spielzeit endet diesmal bereits am 28. Juli

Die Spielzeit endet diesmal bereits am 28. Juli. Musicalfreunde tun also gut daran, sich rechtzeitig für einen Termin zu entscheiden. (rv)

walenseebuehne.ch

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