AMRISWIL/MUOLEN/ZIHLSCHLACHT-SITTERDORF
Naturjuwel zwischen Bodensee und Säntis

Das Hudelmoos gehört zu den schönsten Landschaften der Schweiz. Jetzt lässt sich dieses Naturschutzgebiet dank eines neuen Flyers und neuer Informationstafeln leicht und gefahrlos erkunden. Es stehen sechs Routen zur Auswahl.

Drucken
Das Naturschutzgebiet Hudelmoos befindet sich auf dem Gebiet der Gemeinden Amriswil, Muolen und Zihlschlacht-Sitterdorf.

Das Naturschutzgebiet Hudelmoos befindet sich auf dem Gebiet der Gemeinden Amriswil, Muolen und Zihlschlacht-Sitterdorf.

Bild: PD (10. März 2019)

Seit vergangenem Oktober machen neue Infotafeln am Wegrand des Hudelmooses auf die Besonderheiten der Landschaft aufmerksam – und auf die Menschen, die sie gestalten. Das Naturschutzgebiet und die umgebende Kulturlandschaft mit ihren Hochäckern und Hochstammobstgärten zählen zu den schönsten Flecken der Schweiz.

Diese Landschaft ist von nationaler Bedeutung, weitgehend intakt und mit einer reichen Geschichte. Seit 1983 gehört sie als «Thurgauisch-fürstenländische Kulturlandschaft mit Hudelmoos» zum Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler.

Kooperation von drei Gemeinden und zwei Kantonen

Um die Menschen für die Schönheit dieser Landschaft zu sensibilisieren, haben Ende 2021 die Gemeinden Amriswil, Muolen und Zihlschlacht-Sitterdorf sowie die Kantone St.Gallen und Thurgau eine neue Besucherlenkung und Besucherinformation ausgearbeitet. So sind in Zusammenarbeit mit Landeigentümern, Bauern und weiteren engagierten Personen attraktive Rundwege à sechs bis neun Kilometer entstanden.

Das Hudelmoos beeindruckt auch mit seiner Tierwelt.

Das Hudelmoos beeindruckt auch mit seiner Tierwelt.

Bild: PD (22. Mai 2020)

Die Wege verlaufen zwischen Räulichsberg, Muolen, Zihlschlacht und der Sitter. Sie wurden neu ausgeschildert, nutzen aber die bestehenden Wege. 30 Tafeln präsentieren am Wegesrand die landschaftlichen Besonderheiten, lokale Persönlichkeiten und Fragen für Kinder.

Neue Tafeln verbessern Orientierung

Die neuen Schilder erleichtern die Orientierung und machen auf die Schönheiten sowie das korrekte Verhalten im Naturschutzgebiet aufmerksam. Zudem gibt es einen neu gestalteten Flyer, der die Rundwege beschreibt. Das gesamte Gebiet kann auf sechs Routen erkundet werden. Die Runden sind als Spaziergänge ausgelegt, die zwischen 1½ und 2½ Stunden dauern. Bei zwei Runden sind Abkürzungen ausgeschildert.

Wiese im Naturschutzgebiet Hudelmoos.

Wiese im Naturschutzgebiet Hudelmoos.

Bild: Bernd Kunkel (17. August 2021)

Die Rundwege führen an den Attraktionen des Gebiets vorbei, das zum Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmälergebiete gehört. Informationstafeln bringen die Einzigartigkeit dieser Landschaft und ihren steten Wandel nahe. Lokale Persönlichkeiten lassen die Besucher an interessanten Geschichten über ihre Heimat teilnehmen.

Interessantes für Besucher jeden Alters

Beschrieben werden der Hagenwil-Rundweg, der Riet-Rundweg, der Oberegg-Rundweg, der Hudelmoos- und der Räuchlisberg- sowie der Rotzenwil-Rundweg. Zu allen Routen gibt es kurze Erklärungen, in welchen man erfährt, von wo aus man den Säntis sehen kann, wo die schönsten Hochstammobstgärten zu finden sind oder wo eine der ältesten Kapellen der Schweiz zu besichtigen ist.

Im Hudelmoos anzutreffen: Sonnentau, eine fleischfressende Pflanze.

Im Hudelmoos anzutreffen: Sonnentau, eine fleischfressende Pflanze.

Bild: PD (27. Juli 2020)

Franz Räss, Mitglied der Mooskorperation Oberegg-Rotzenwil, erzählt von seiner Arbeit im Hudelmoos. Der pensionierte Appenzeller arbeitet seit mehr als 15 Jahren regelmässig dort. Er mäht im September mit seinen Kollegen das Ried, hilft beim Holzen und entfernt im Frühling die vielen Tannzapfen aus der Streue.

Iltis Isi stellt Kindern knifflige Aufgaben

Ein anderer Gast, der sich regelmässig im Naturschutzgebiet aufhält, ist der Erstklässler Silvan. Er erzählt im Flyer, wie er seinem Vater beim Bäumeschneiden hilft und dabei mal den Bodensee und mal den Säntis sehen kann. Für die kleinen Besucher des Hudelmoos gibt es «Isis Kinderecke».

Der kleine Iltis Isi heisst die jüngsten Besucher willkommen und wartet auf jeder der sechs Runden mit kniffligen Aufgaben und Fragen auf sie. Die Flyer werden mit der Publikation «amriswil.info» verschickt und liegen danach an allen gängigen Infostellen, wie zum Beispiel im Amriswiler Stadthaus, auf. (red/st)

Aktuelle Nachrichten