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Amriswiler Peter Müller: «Meine erste Kamera war geliehen»

Die liebsten Sujets des Fotografen sind Haustiere, besonders Hunde. Inzwischen sind seine Bilder auch bei internationalen Agenturen gefragt.
Rita Kohn
Peter Müller mit seinem Hund Miro, der auch immer mal wieder in den Arbeiten des Fotografen zu sehen ist. Bild: Rita Kohn

Peter Müller mit seinem Hund Miro, der auch immer mal wieder in den Arbeiten des Fotografen zu sehen ist. Bild: Rita Kohn

Fliegende Hunde: Sie sind eine Spezialität von Peter Müller. Der 50-jährige Amriswiler schmunzelt und krault seinen Hund Miro. Der Mischling mit seelenvollem Blick war eines der ersten Sujets des Fotografen. Noch immer greift Peter Müller oft zur Kamera, um Miro abzulichten. Das, obwohl er inzwischen viele andere Vierbeiner vor der Linse hat. Peter Müller hat sich kürzlich als Fotograf selbständig gemacht. Seine bevorzugten Sujets sind Haustiere. Vor allem Hunde hält er für deren Besitzerinnen und Besitzer fest. Die Bilder sind gefragt. Denn die Vierbeiner kommen darauf in einer wunderbaren Lebendigkeit zum Ausdruck. Eben beispielsweise als fliegende Hunde, eingefangen mitten in der Bewegung, mit wehenden Ohren und hellwachem Ausdruck im Gesicht.

Ein Foto in der Zeitung entdeckt

Zunächst hat Peter Müller aus Freude am Bild fotografiert. «Die erste Kamera habe ich mir von meiner Schwester geliehen», sagt er. Da habe es ihm den Ärmel rein genommen. Er kaufte sich selber eine Kamera mit zwei Objektiven und spielte damit herum. «Es hat mich unglaublich fasziniert», blickt er auf diese Zeit zurück. Dass Miro dabei eine wichtige Rolle einnahm, verhehlt Peter Müller nicht. Er schaffte sich eine grössere Ausrüstung an, machte verschiedene Aufnahmen und stellte diese auch ins Netz. «Eines Tages kam ein Freund und sagte, er habe ein Bild von mir in der Zeitung entdeckt.» Der Amriswiler war erstaunt, er hatte keine Ahnung, dass eine englische Agentur sein Hundebild auf einer Fotografen-Plattform entdeckt und in ihr Angebot aufgenommen hat. Für Peter Müller war es eine Bestätigung, dass er mit seiner Fotografie auf dem dem richtigen Weg ist. Inzwischen sind seine Bilder gefragt. Die Ausrüstung ist gewachsen und damit auch die Möglichkeiten. Der Fotograf hat sich unter anderem den Flying Dogs verschrieben und fotografiert an verschiedenen Agility-Anlässen und Hunde-Turnieren.

Den Hund erst kennenlernen

Seit einiger Zeit gehören zur Kundschaft des Amriswiler Fotografen auch Haustierbesitzer. Diese Aufträge stellen an Peter Müller ganz besondere Anforderungen. Denn das Haustier soll in einer möglichst entspannten Haltung fotografiert werden. Nicht alle Tiere reagieren auf das Fotoshooting gelassen. «Damit es beim Shooting klappt, muss ich das Tier erst einmal kennen lernen», sagt Peter Müller. Erst wenn ein Grundvertrauen da ist, geht es hinter die Kamera. Dazu muss der Amriswiler manchmal viel Zeit mitbringen. Jedes Tier reagiert anders. Das bestimme dann auch den Ort, an dem die Aufnahmen gemacht werden könnten. «Ideal ist es natürlich, wenn das Tier beispielsweise im eigenen Garten herumtollen kann», sagt der Fotograf. Denn dann vergisst es den fremden Menschen und gibt sich ganz dem vertrauten Spiel hin. Oder er begleitet den Besitzer und seinen Hund auf einen Spaziergang in den Wald. Manchmal sei aber auch die Wohnung selber der ideale Platz. «Es ist immer anders und ich versuche, möglichst die ideale Situation zu finden. Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches Shooting ist aber letztlich die Erziehung: «Der Hund muss folgsam sein.»

Auch Menschen fotografieren

Obwohl sich Peter Müller inzwischen einen Namen als Tierfotograf gemacht hat, hat er immer häufiger auch Menschen vor der Linse. Er hält für sie allerlei Lebensereignisse fest und freut sich jeweils über das positive Echo, dass er darauf bekommt. Auf seiner Website schreibt er über sich selber: «Fortwährend stieg in mir die Begeisterung, Momente und Stimmungen auf meine Art und Weise einzufangen. Einer der wohl wertvollsten Nebeneffekte der Fotografie ist, im Hier und Jetzt zu sein. Die absolute Konzentration auf den einen Moment ist pures Leben in seiner höchsten Form.» Der in Kümmertshausen aufgewachsene Peter Müller ist nicht der erste Tierfotograf von Amriswil. Vor allem ältere Amriswilerinnen und Amriswiler erinnern sich an die Familie Schmid. Oskar Schmid erlangte als Tierfotograf und Tiermaler einige Berühmtheit. Der bekannte Amriswiler Kulturmäzen Dino Larese widmete ihm gar ein Buch. Sohn Hugo Schmid trat später in die Fussstapfen seines berühmten Vaters, widmete sich dann aber zunehmend anderen Sujets.

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