Amriswiler Konzerte: Hommage an ein Genie

Das Kammerorchester Amriswil hat das Bettagskonzert ganz dem Komponisten Ludwig van Beethoven gewidmet.

Barbara Hettich
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Konzertmeisterin Vroni Dünner bei ihrem Solopart.

Konzertmeisterin Vroni Dünner bei ihrem Solopart.

Bild: Barbara Hettich

Spielt das Kammerorchester Amriswil, kommen die Konzertbesucher, denn kaum ein anderes Laienorchester spielt auf so hohem Niveau. So war es auch am Bettag. Die rund 40 Musiker unter Leitung ihres Dirigenten Hanspeter Gmür eröffneten mit der Ouvertüre zum Ballett «Die Geschöpfe des Prometheus» von Ludwig van Beethoven und füllten die evangelische Kirche mit gewaltigen Tönen.

Vielerorts wird dieses Jahr das 250. Geburtsjahr Ludwig van Beethovens gefeiert. Auch das Kammerorchester Amriswil hat sein Konzert ganz diesem genialen Komponisten gewidmet und zeigte mit unterschiedlichen Werken dessen schöpferische Vielfalt auf. Hingebungsvoll spielte Konzertmeisterin Vroni Dünner den Solopart in der Romanze in F-Dur für Violine und Orchester op. 50.

Abwechslungsreich und klanggewaltig

Mit dem Quintett in Es-Dur für Oboe (Brigitte Rüf), drei Hörner (Urban Weigel, Annalena Fink, Afra Vögel) und Fagott (Anja Niederwolfsgruber) stand ein unvollendetes Frühwerk Beethovens auf dem Programm. Eine einzigartige Besetzung, «das gibt es nicht noch einmal», führte Dirigent Hanspeter Gmür in das Werk ein. Der erste und dritte Satz seien erst viele Jahre nach Beethovens Tod vervollständigt worden.

Abwechslungsreich und klanggewaltig ertönte dann Beethovens erste Sinfonie in vier Sätzen. Beethoven habe damals mit einem neuen Klangerlebnis viele Leute vor den Kopf gestossen, erklärte der Dirigent die Besonderheit dieses Werks: Die Sinfonie in C-Dur beginnt nicht mit einem C – wie damals üblich – sondern mit einem Septakkord, der sich nach E-Dur auflöst. In Amriswil haben die Konzertbesucher gerade dieses Klangerlebnis genossen und bedankten sich mit lang anhaltendem Applaus für einen wunderbaren Konzertabend.