Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Amriswiler Kinderhaus Floh hat nur bei Babys Wartelisten

Trotz guter Auslastung gibt es für Kleinkinder noch freie Plätze. Stark gebucht sind auch die Plätze für Kindergärtler und Schulkinder.
Rita Kohn
Kathrin Strasser leitet das Kinderhaus Floh. (Bild: Donato Caspari)

Kathrin Strasser leitet das Kinderhaus Floh. (Bild: Donato Caspari)

Auf der Treppe rumpelt es. Eine ganze Gruppe von Kindern stürmt hinunter und strebt dem Ausgang ins Freie entgegen. Irgendwo ist kurz das Weinen eines Babys zu hören. Dann wird es wieder ruhig im Kinderhaus Floh. Kinderhausleiterin Kathrin Strasser schmunzelt. Das pulsierende Leben hier im Kinderhaus ist ihre Welt. Seit rund zwei Jahren führt sie die Amriswiler Kindertagesstätte. Mit Erfolg, wie Vereinspräsident Richard Hungerbühler betont.

82 Prozent beträgt aktuell die Auslastung im Kinderhaus Floh. Die Zahlen waren auch schon tiefer. Ein paar Kinder könnten noch aufgenommen werden. Eine Auslastung von 100 Prozent wäre aber unrealistisch. Denn schon jetzt muss das Personal sorgfältig eingeteilt werden, damit die Belastung für die einzelnen Angestellten nicht zu hoch wird.

Der Bedarf an Baby-Plätzen ist stark gestiegen

Auf eine Wartezeit gefasst machen müssen sich allerdings Eltern von Babys. «Hier gibt es eine Warteliste», bestätigt Kathrin Strasser. In den letzten Jahren ist der Bedarf an Plätzen für Babys stark gewachsen. So sehr, dass das Kinderhaus Floh sich teilweise neu strukturiert hat. Um allen Bedürfnissen gerecht zu werden, wurden neue Gruppenzusammenstellungen gewählt.

Entstanden ist etwa eine reine Babygruppe, aber auch eine Gruppe für Kindergärtler und Schüler. Daneben gibt es vier altersdurchmischte Gruppen.

Der Bedarf an Plätzen für die Kindergärtler und Schüler hat in den letzten Jahren ebenfalls zugenommen. Das Kinderhaus Floh sei aber keine Konkurrenz zu schulischen Angeboten, wie etwa der Tagesschule Nostra. Vielmehr pflege man mit der Nostra eine gute Zusammenarbeit.
Das neue Konzept ermöglicht jedoch, die Kinder aus der Kindergarten- und Schülergruppe in die Schule zu begleiten.

Nicht mehr mit dem Auto fahren

Bis im vergangenen Sommer waren die Kinder in einem Pilotprojekt mit dem Auto in die Schule gebracht worden. Doch zeigte sich, dass das Projekt nicht weitergeführt werden konnte. «Aus versicherungstechnischen Gründen durften wir die Kinder nicht weiter mit dem Auto zur Schule fahren», erklärt Kathrin Strasser. Deshalb habe man mit der Schule nach einer Lösung gesucht.

Inzwischen konnten die betroffenen Kinder in die nahegelegenen Kindergärten eingeteilt werden. So ist es möglich, dass sie von den Leiterinnen zu Fuss begleitet werden können. «Es war nie unsere Absicht, die Kinder auf Dauer mit dem Auto zu chauffieren», betont Kathrin Strasser. Aber es habe keine Möglichkeit bestanden, das Problem über einen Schulbus zu lösen. Auch eine Suche nach externen Begleitpersonen blieb erfolglos. So war die Neubildung der Gruppen schliesslich der einzige Weg, das Problem zu lösen.

Während den Schulferien bietet das Floh Hand

In den letzten Monaten konnte sich die Zusammenarbeit mit der Tagesschule Nostra der Volksschulgemeinde Amriswil-Hefenhofen-Sommeri intensivieren. So bietet etwa das Kinderhaus Floh Hand, wenn es um die Betreuung der Nostra-Kinder während der Schulferien geht. Andererseits sind die Floh-Kinder ab Kindergartenalter in den Nostra-Chor eingebunden, um ihnen einen musikalischen Einstieg zu ermöglichen. Kathrin Strasser lobt die unkomplizierte Zusammenarbeit.

Die Umstrukturierungen beim Kinderhaus Floh haben die Möglichkeit gegeben, die Angebotszeiten auf die Bedürfnisse der Eltern anzupassen. Eine Randzeitenbetreuung ist neu im Angebot. Das Kinderhaus kann gegen rechtzeitige Voranmeldung die Kinder zwischen 8 und 19 Uhr betreuen. «Wer auf Randzeitenbetreuung angewiesen ist, muss das mit uns individuell absprechen», sagt Kathrin Strasser. Dadurch ist sichergestellt, dass eine gelernte Mitarbeiterin bis zuletzt da ist.

Viel Wert auf Weiterbildung gelegt

Viel Wert legt Kathrin Strasser auf die Weiterbildung ihrer Mitarbeiterinnen. So hat sich das Kinderhaus dem Programm «Bulg» angeschlossen. Damit ist sie die grösste Kindertagesstätte, die bei dem Programm mitmacht. «Bulg» steht für Bildungs- und Lerngeschichte. Dabei geht es um ein ressourcenorientiertes Beobachten und Dokumentieren von kindlichen Fähigkeiten und Lernprozessen.

Unterstützt und finanziell gefördert wird «Bulg» durch die Stiftung Mercator Schweiz, dem Schweizerischen Nationalfonds, der Jacobs Foundation und der Hamasil Stiftung.

Neben «Bulg» ist auch «Elmar» ein Thema im Floh. Bei «Elmar» handelt es sich um ein Bildungskonzept für Kitas, das von Fachpersonen entwickelt wurde. Es ist ein duales Bildungskonzpet, das für Kinder bis sechs Jahre entwickelt wurde und es den Kindern ermöglicht, in Gruppenangeboten zu lernen und doch in ihrer individuellen Entwicklung gefördert zu werden. (red)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.