Amriswiler Handballerinnnen haben Kraft dank des Traktorflüsterers

Gestern Freitagabend kämpften im Hamisfeld 16 Teams beim «Afterwork-Battle» der Amriswiler Marktplatzpfuuser um den Wanderpokal. Die Teilnehmer liessen sich die Laune trotz Regens nicht verderben.

Manuel Nagel
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Das Traktorziehen verlangt von den Teilnehmern alles ab. Bei den übrigen Spielen ist vor allem Geschicklichkeit gefragt. (Bild: Manuel Nagel)

Das Traktorziehen verlangt von den Teilnehmern alles ab. Bei den übrigen Spielen ist vor allem Geschicklichkeit gefragt. (Bild: Manuel Nagel)

Ein riesiges Gejohle hallt durch die Scheune. Soeben hat das Team der Stutz AG im Röhrengolf den Tischtennisball ins Loch versenkt, welches fünf Punkte gibt. Die sieben Männer mit den gelben T-Shirts liegen sich in den Armen und prosten sich mit einem Bier zu. Sie sind eine von 16 Mannschaften, die um den «Afterwork-Battle»-Pokal kämpfen.

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Zur gleichen Zeit versuchen sich andere Firmen und Vereine aus der Umgebung bei anderen Spielen wie dem Frisbeewerfen durch Schlitze in einer Bretterwand, der Hindernislaufstafette mit einem Golfball auf einem Löffel, dem Traktorziehen und anderen verrückten Sachen.

So lange getüftelt, bis es geklappt hat

Thomas Meier: «Die Inspiration für unsere Spiele hole ich mir irgendwo im Internet oder im TV. Ein Spiel habe ich aus ‹Schlag den Raab› für uns angepasst.»

Thomas Meier: «Die Inspiration für unsere Spiele hole ich mir irgendwo im Internet oder im TV. Ein Spiel habe ich aus ‹Schlag den Raab› für uns angepasst.»

Leiter dieses «Afterwork-Bat­tles», also des «Kampfes nach der Arbeit» ist Thomas Meier, Mitglied der Marktplatzpfuuser. Einige der Spiele hat er selber entwickelt und gebaut. So zum Beispiel einen Würfel aus einem langen und verschlungenen Schlauch, durch den die Teams durch ziehen an Seilen eine Kugel hindurchrollen lassen müssen. Tönt kompliziert? Das war auch die Entwicklung, wie Meier verrät. «Ich hatte diese Idee im Kopf, doch sie funktionierte zuerst nicht. Aber ich tüftelte so lange, bis es geklappt hat.»

Martin Tanner: «Einer unserer Mechaniker ist Mitglied bei den ‹Pfuusern›, deshalb nehmen wir hier teil. Die Spiele machen unglaublich Spass.»

Martin Tanner: «Einer unserer Mechaniker ist Mitglied bei den ‹Pfuusern›, deshalb nehmen wir hier teil. Die Spiele machen unglaublich Spass.»

Er schaue, dass jedes Jahr ein Spiel dabei sei, bei dem man sich als Gruppe beweisen müsse und es nur zusammen schaffe. Das gefällt auch Martin Tanner, Werkstattchef der Stutz AG. «Wir nehmen jedes Jahr teil. Für uns ist das ein Teamevent. Sämtliche Mitarbeiter aus unserer Werkstatt sind dabei. Für uns steht der Spass im Vordergrund.» Dennoch erzählt er mit Stolz, wie sie im Frisbee brilliert hätten. Einer des Teams habe mehr Punkte geworfen als die drei Teams zuvor.

Rangierung nur nebensächlich

Naomi Peier: «Wir machen dieses Jahr das erste Mal mit beim ‹Afterwork-Battle›. Leider regnet es, aber die Stimmung ist trotzdem gut.»

Naomi Peier: «Wir machen dieses Jahr das erste Mal mit beim ‹Afterwork-Battle›. Leider regnet es, aber die Stimmung ist trotzdem gut.»

Stolz wäre auch Trainer Luca Di Nicola auf seine Handball-Girls gewesen – wäre er da gewesen und hätte gesehen, wie die HCA-Spielerinnen den Traktor zogen. «Unser Coach ist Landwirtschaftsmaschinenmechaniker», sagt Naomi Peier. «Ein Traktorflüsterer», schiebt sie nach. Das harte Training bei Di Nicola habe ihnen bei diesem Spiel geholfen.

Zum Sieg reicht es den Handballerinnen dennoch nicht. Den Wanderpokal holt sich der Turnverein Zihlschlacht vor den Heugümperzüchtern aus Roggwil und dem Turnverein Sulgen. Doch die Rangierung bei diesem Wettkampf ist für die meisten der Teilnehmer eh nebensächlich.