Dank Amriswiler «Cobra»: Neues Löschsystem verhindert grösseren Brandschaden

Bei einem Brand am frühen Dienstagabend hatte das neue Löschsystem der Feuerwehr Amriswil seine Feuertaufe in einem Ernsteinsatz.

Manuel Nagel
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Die enorme Hitze des Heckenbrandes zog auch die Fassade des Wohnhauses in Mitleidenschaft und verursachte einen Mottbrand.

Die enorme Hitze des Heckenbrandes zog auch die Fassade des Wohnhauses in Mitleidenschaft und verursachte einen Mottbrand.

(Bild: Manuel Nagel)
Eine Hecke hat gebrannt.

Eine Hecke hat gebrannt.

(Bild: Kantonspolizei Thurgau)

Vergleichsweise glimpflich ging am frühen Dienstagabend ein Hausbrand an der Säntisblickstrasse 8 aus. Um 16.25 Uhr ging der Alarm bei der Notrufzentrale raus, und um punkt halb fünf war die Amriswiler Feuerwehr bereits vor Ort. Eine rund drei Meter hohe Thujahecke stand in Vollbrand und drohte auf die Fassade des Wohnhauses überzugreifen. Der Wind trug die Ascheteilchen weit bis in den oberen Teil der Romanshornerstrasse hinauf, obwohl das Feuer unten bei der Bahnunterführung wütete.

Eine Hecke hat gebrannt.
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Eine Hecke hat gebrannt.

(Bild: Kantonspolizei Thurgau)

Premiere hatte auch das im Winter neu angeschaffte Löschsystem Cobra. Damit kann gezielt gelöscht und gekühlt werden, sodass unter Umständen ein grosser Schaden verhindert werden kann. So auch bei diesem Einsatz. «Die grosse Hitze hat hinter der Fassade einen Mottbrand verursacht, der sich vertikal in Richtung Dachstock entwickelte», sagte Vizekommandant Adrian Salvisberg und er erklärte weiter:

«Früher hätte man mit der Motorsäge einen Teil der Fassade herausschneiden müssen, um zu sehen, ob sich der Mottbrand noch weiter ausbreitet.»

Doch nun könne man das mit der Wärmebildkamera ganz genau feststellen und mit der «Cobra» dahinter. Deren Vorteil ist, dass mit hohem Druck ein nur ganz kleines Loch in die Hauswand gefressen wird, wo dann Wasser hineingespritzt werden kann.

Die Romanshornerstrasse blieb vom Kreisel Säntisstrasse bis zur Kreuzung Weidwiesenstrasse bis kurz vor 18 Uhr gesperrt. Die Busse der Autokurse Oberthurgau mussten kurzfristig umgeleitet werden und verkehrten über Tohueb via Regionales Annahmezentrum (RAZ).

Die Unterführung bei der Romanshornerstrasse war während des Einsatzes etwas mehr als eine Stunde für den Verkehr gesperrt.

Die Unterführung bei der Romanshornerstrasse war während des Einsatzes etwas mehr als eine Stunde für den Verkehr gesperrt.

(Bild: Manuel Nagel)