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Amriswil will einen Wechsel

Im ersten Wahlgang für das Stadtpräsidium verpasst Gabriel Macedo (FDP) die Wahl nur gerade um 54 Stimmen. Der Auswärtige distanziert die beiden etablierten Amriswiler Politiker Stefan Koster (SVP) und André Schlatter (CVP) deutlich.
Rita Kohn
Gabriel Macedo feiert sein überraschend gutes Wahlresultat. (Bild: Donato Caspari)

Gabriel Macedo feiert sein überraschend gutes Wahlresultat. (Bild: Donato Caspari)

Mit diesem deutlichen Ergebnis hat kaum jemand gerechnet. Der FDP-Kandidat Gabriel Macedo setzt sich beim ersten Wahlgang für das Stadtpräsidium überraschend klar vor Stefan Koster (SVP) und André Schlatter (CVP). Das, obwohl Macedo als Einziger kein Amriswiler ist.
Gabriel Macedo hat von Stadtpräsident Martin Salvisberg erfahren, dass er für den zweiten Wahlgang aus der Pole-Position starten wird. «Er hat mich angerufen und mir das Ergebnis persönlich mitgeteilt.»

Der strahlende Kandidat, der am Sonntagnachmittag von seinen Unterstützern gefeiert wurde, gab zu, dass er nicht mit diesem überragenden Ergebnis gerechnet habe. Natürlich sei der Umstand, dass es gerade mal um 56 Stimmen nicht zur Wahl im ersten Wahlgang gereicht hat, ein kleiner Wermutstropfen.

«Ich habe sensationelle Reaktionen aus dem ganzen Thurgau und aus Rheineck bekommen»

Doch geht der junge Politiker zuversichtlich in den zweiten Wahlgang. «Das Ergebnis ist für uns ein Beweis, dass wir auf dem richtigen Weg sind», sagte Gabriel Macedo. Für ihn ist klar, dass er auch für den zweiten Wahlgang zur Verfügung stehe.

Stefan Koster von der SVP. (Bild: Reto Martin)

Stefan Koster von der SVP. (Bild: Reto Martin)

Zur Frage, ob er ebenfalls zum zweiten Wahlgang antreten werde, mochte sich Stefan Koster am Sonntag noch nicht äussern. Er sei überrascht vom Ergebnis, sagte Koster. Er wolle nun das Ergebnis mit seinem Komitee analysieren und das weitere Vorgehen besprechen. Fest steht, dass Gabriel Macedo auch Stimmen aus SVP-Kreisen erhalten hat. Ähnliches teilte André Schlatter mit. Er werde mit seinen Leuten eine Lagebeurteilung machen und sich erst danach äussern.

Ausgangslage gleicht Situation von 2009

Schon einmal standen sich je ein Kandidat der SVP und der CVP sowie eine Kandidatin der FDP im Rennen um das Stadtpräsidium gegenüber. 2009 trat der SVP-Stadtpräsident Peter Kummer zurück. Die Partei wünschte sich eine Stabsübergabe an Martin Salvisberg, die FDP schickte Heidi Grau, Präsidentin der benachbarten Gemeinde Zihlschlacht-Sitterdorf ins Rennen und für die CVP stellte sich André Schlatter zur Verfügung.

André Schlatter von der CVP. (Bild: Reto Martin)

André Schlatter von der CVP. (Bild: Reto Martin)

Nach dem ersten Wahlgang zogen sich Heidi Grau und André Schlatter zurück. Martin Salvisberg lag bei einer Stimmbeteiligung von 49 Prozent mit 1590 Stimmen so deutlich an der Spitze, dass sowohl Grau (880 Stimmen) als auch Schlatter (666 Stimmen) für sich keine Chance auf einen Sieg im zweiten Wahlgang sahen. Allerdings war die Ausgangslage etwas anders: Die SVP ist deutlich die wählerstärkste Partei Amriswils. Eine Wahl ihres Kandidaten schien 2009 kaum mehr vermeidbar.

Wahl Macedos brächte FDP an die Spitze

Erneut haben nur wenige Stimmen – Gabriel Macedo fehlen lediglich 56 Stimmen zur Wahl im ersten Wahlgang – dazu geführt, dass die Amriswiler Stimmberechtigten zum zweiten Mal an der Urne über die Neubesetzung des Stadtpräsidiums entscheiden müssen. Dieses Mal jedoch ist mit der Wahl auch ein Wechsel der Partei an der Spitze der Stadt verbunden. Nach Jahrzehnten wackelt der SVP-Sitz erstmals ernsthaft.

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