Amriswil
Roboter im Amriswiler Untergrund

Eine Wängemer Firma saniert für 290'000 Franken 1970 Meter städtischer Kanalisation.

Manuel Nagel
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In diesem Gebiet im Norden Amriswils werden die Sanierungen der Kanalisationsleitungen durchgeführt.

In diesem Gebiet im Norden Amriswils werden die Sanierungen der Kanalisationsleitungen durchgeführt.

Bild: PD

Wenn sich bei Kanalisationsleitungen Risse bilden und es aufgrund von Wurzeleinwüchsen zu Undichtigkeiten kommt, so ist es höchste Zeit für eine Sanierung. Das haben Zustandsuntersuchungen gezeigt, welche die Stadt Amriswil bereits im Jahr 2019 vornahm. Insgesamt 53 Kanalabschnitte auf beinahe zwei Kilometern Gesamtlänge müssen nördlich des Bahnhofs repariert oder gar erneuert werden. Das zeigen Schadensbilder, die im Rahmen der Erneuerung des Generellen Entwässerungsplans (GEP) entstanden sind.

Auf 14 Leitungsabschnitten mit einer Gesamtlänge von 580 Metern und Rohrdurchmessern von 30 bis 70 Zentimetern wird ein Schlauchrelining zum Einsatz kommen. Dabei wird ein Schlauch in das Kanalnetz eingeführt und an das bestehende Kanalrohr angepresst.

Zwei Firmen verzichten auf eine Offerte

29 Leitungsabschnitte auf rund einem Kilometer Gesamtlänge mit Rohrdurchmessern von 25 bis 70 Zentimetern müssen im Roboterverfahren punktuell saniert werden. Die restlichen zehn Abschnitte (von 80 bis 120 Zentimeter auf rund 400 Metern Gesamtlänge) können hingegen manuell repariert werden. Hinzu kommen ausserdem der Unterhalt und die Sanierung der entsprechenden Kontrollschächte, die teilweise Risse, Roststellen, Undichtigkeiten sowie Ablagerungen von Kalk aufweisen.

Die Stadt fragte deshalb insgesamt vier auf Kanalsanierungen spezialisierte Firmen an, welche sowohl das Inliner- wie auch das Roboterverfahren anbieten. Zwei dieser Unternehmungen reichten aufgrund der geforderten technischen Ansprüche keine Offerte ein. Von den zwei verbliebenen Anbietern entschied sich die Stadt schliesslich für das günstigere Angebot der Firma Akasan AG aus Wängi, die schon zuvor in Amriswil «sehr anspruchsvolle Kanalsanierungen durchgeführt hat», wie die Stadt mitteilt.

Die Offerte der Akasan AG beläuft sich auf 290'000 Franken. Hinzu kommen weitere 35'000 Franken für den Ingenieuraufwand, da die Sanierungsarbeiten intensiv begleitet und kontrolliert werden müssen. Diese Arbeiten übernimmt die Firma SBU AG aus Goldach, die sich auf Infrastruktur und GEP spezialisiert hat.

Die Sanierungskosten werden in der laufenden Rechnung dem Konto baulicher Unterhalt Gemeindekanalisation belastet. Im Budget 2021 sind dafür 350'000 Franken vorgesehen. Die Arbeiten beginnen im Mai und dauern etwa bis Ende Jahr.