Amriswil
Peeling für das Tellenfeld: Weshalb ein Rasen auch zu fett sein kann und abnehmen muss

Der Fussballplatz neben der Amriswiler Sporthalle wird saniert. Ab August sollte der Rasen wieder bespielbar sein.

Manuel Nagel
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Die Maschine hinter dem Traktor schält die oberste Schicht des Rasens ab und füllt sie sogleich in einen der beiden Dumper.

Die Maschine hinter dem Traktor schält die oberste Schicht des Rasens ab und füllt sie sogleich in einen der beiden Dumper.

Bild: Manuel Nagel

Besser hätte das Timing nicht sein können, denn für die erste Etappe der Rasensanierung auf dem Tellenfeld musste es über längere Zeit trocken bleiben, wie Christoph Keller erklärt. Keller ist Geschäftsführer der Otto Keller Gartenbau AG. Das Unternehmen aus Zihlschlacht und Sulgen ist spezialisiert auf Fussballplätze und weit über die Region hinaus tätig. Unlängst sanierte Keller im Fürstentum Liechtenstein Rasenplätze. Nun ist das Amriswiler Tellenfeld an der Reihe.

Die Arbeiten begannen vor einer Woche, am Mittwochmorgen. Doch am Vormittag war die Erde noch zu feucht, sodass die Maschine, welche die oberste Schicht des Rasens abschälen sollte, ständig verklebte. Am Nachmittag war es etwas besser, doch das Peeling des Fussballplatzes ging nur langsam vonstatten, die abgetragene Schicht war kaum drei Zentimeter dick.

1000 Kubikmeter Erde wurden abgetragen

Am Donnerstag und am Ostersamstag ging es auch dem Rest der «Fettschicht» des Rasens an den Kragen. Das Bild passt, denn man spreche von einer «fettigen Humusschicht», so Christoph Keller. Diese baute sich in den letzten Jahrzehnten auf. Der Rasen vor der Sporthalle ist seit der letzten Sanierung um zehn Zentimeter gewachsen– das muss nun wieder weg.

Rund 1000 Kubikmeter sind so zusammengekommen. «Die Erde ist jedoch einwandfrei und kann anderweitig wiederverwendet werden», sagt Keller. Nur für den Fussballplatz war sie nicht mehr geeignet, weil sie zu wenig Wasser durchliess.

Nun folgt in einem nächsten Schritt der Einbau einer Drainage, sodass künftig das Regenwasser besser abfliessen kann. Dazu werden Schlitze in den Platz gefräst und mit Kies aufgefüllt. Zum Schluss wird der Platz mit einer Schicht Sand bedeckt und in die Erde eingearbeitet wird, bevor schliesslich im Mai der Rasen angesät wird und man wieder auf einem perfekten Platz Sport treiben kann. Wann das der Fall sein wird, da will sich Christoph Keller nicht auf die Äste hinauswagen. Das Ziel ist jedoch, den Platz ab August wieder freigeben zu können.