Volley Amriswil legt im Europacup gegen Brčko 3:0 vor

Im Achtelfinal-Hinspiel des CEV-Cups gewinnen Amriswils NLA-Volleyballer gegen Mladost Brčko abgeklärt 3:0 (25:23, 25:21, 25:19). Der Meister und Cupsieger aus Bosnien-Herzegowina gibt einen sehr guten, ideenreichen Gegner ab, doch die Thurgauer zeigen einmal mehr eine Klasseleistung.

Bernhard Windler
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Amriswils Ewoud Gommans bringt den Ball an Brčkos Block vorbei. Die Thurgauer sind derzeit auch im Europacup nicht zu stoppen. (Bild: Mario Gaccioli)

Amriswils Ewoud Gommans bringt den Ball an Brčkos Block vorbei. Die Thurgauer sind derzeit auch im Europacup nicht zu stoppen. (Bild: Mario Gaccioli)

Überraschung noch vor Spielbeginn: Brčkos Nemanja Bozic – im Sechzehntelfinal gegen das holländische Team Doetinchem der überragende Akteur – fehlte auf dem Matchblatt. Der Diagonalangreifer spielt seit einigen Tagen gegen gutes Geld in Katar. Für Amriswil begann Aleks Ljubicic anstelle von Matevz Kamnik. Sonst vertraute Trainer Marko Klok den gleichen Leuten wie in den vergangenen Meisterschaftsspielen.

Beide Teams starteten nervös ins Spiel. So landeten Bälle von Djokic und Zass im Out, und Gommans’ Aufschlag fand das Feld ebenso wenig. Nach dem 6:7-Zwischenstand glänzte Djokic mit zwei Aufschlagspunkten. Diese Führung hatte bis zum 15:15 Bestand. Die Spannung stieg, als sich das Skore bis auf 22:22 hinaufschraubte. Einem intelligenten Blockout-Punkt von Djokic folgte ein Aufschlagwinner durch Howatson, und beim Stand von 24:23 schloss Gommans einen wunderschönen Dreimeter-Angriff zum Satzgewinn ab.

Der dritte Satz wird zur Kür

Der zweite Satz war in vielerlei Hinsicht ein Abbild des ersten. Zwar führten die Bosnier zwischenzeitlich mit drei Punkten, doch bei 9:9 war der Gleichstand wieder erreicht. Das Skore ging im Gleichklang nach oben bis 21:21. Dann war die Reihe an Josh Howatson. Mit einem Ass und sonstigen Hammeraufschlägen wurde der Gegner nach hinten gedrückt, und Zass/Gommans sorgten mit schönen Punkten für den 25:21-Satzgewinn. Inzwischen hatten die Amriswiler ihre Nervosität abgelegt. Genau einmal, bei 2:2, stand es im dritten Satz unentschieden. Nach dem 9:6 setzte sich Volley Amriswil bei Aufschlag Howatson mit unter anderem drei Aufschlagspunkten bis auf 14:6 ab.

Doch Brčko liess nicht nach. Gajic servierte zwei Servicewinner und führte die Gäste auf vier Punkte heran. Amriswils Coach Klok war sich seiner Sache aber sicher: Er ersetzte Gommans und Djokic durch Fort und Müller. Beide fügten sich hervorragend ins Team ein und übernahmen Verantwortung im Angriff. Fort mit drei Punkten in ebenso vielen Angriffen und Müller mit zwei von drei waren sogar entscheidende Stützen dafür, dass Amriswil auch den dritten Satz holte.

Rückspiel in Bosnien-Herzegowina Mitte Januar

Das Rückspiel in Brčko – im Länderdreieck Kroatien, Serbien, Bosnien gelegen – findet am Mittwoch, 16. Januar, statt. Angesichts des starken Eindrucks, den die Bosnier hinterlassen haben, ist Amriswils Weiterkommen noch keineswegs gesichert.