Amriswil
Kritik aus den Reihen der SVP

Die hohen Finanzausgaben der Stadt Amriswil in den kommenden Jahren sorgen teilweise für Unverständnis.

Manuel Nagel
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Liest man nur die Resultate der Budgetversammlung der SVP-Ortspartei, so könnte man denken, dass alles in bester Ordnung sei. Einstimmig beschlossen sie letzte Woche die Ja-Parole für das Budget der Volksschulgemeinde, was von dieser am Montag in Hefenhofen ebenfalls einstimmig verabschiedet wurde, wie auch für das Budget der Stadt Amriswil, für das ein Defizit von rund einer Million vorgesehen ist. Die Ja-Parole für den Neubau der städtischen Alterswohnungen, fasste die SVP bereits Ende Oktober.

Die SVP sei zwar erfreut, dass dank der Bestrebungen der Stadt die Fürsorgeaufwendungen auf einem tieferen Niveau gehalten werden sollten. Doch für Unverständnis sorgte bei einigen die mögliche Steuererhöhung von zwei Prozentpunkten per Budget 2025, aufgrund der weiterhin hohen Investitionen. Die Stadt solle die Investitionen so planen, dass dies mit dem vorhandenen Vermögen erfolgen und von einer Steuerfusserhöhung abgesehen werden könne. Insbesondere die Umgestaltung des Bahnhofplatzes sorgte teilweise für Unmut, da hierfür hohe Investitionsausgaben notwendig sind und die Grünfläche vor dem Bahnhofsgebäude nicht zielführend ist.

Kritik gab es auch an der Zertifizierung der Fair Trade Town sowie des Energielabels gesehen, was jährliche Ausgaben erfordere, gleichzeitig aber keinen nachhaltigen Effekt für die Stadt bringe. Zielführender wäre es, die eigene Infrastruktur nachhaltig zu bauen. So habe man den Neubau des Stadthauses nicht im Minergie-Standard gebaut und auf eine Solaranlage verzichtet.

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