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«Amriswil ist der ideale Ort für den Werkhof», sagt Kantonsingenieur Andy Heller

Kantonsingenieur Andy Heller erklärt, weshalb man sich für den Schrofen als Standort entschieden hat, und weshalb der Thurgau den bestehenden Werkhof in Kesswil überhaupt aufheben will.
Manuel Nagel
Auf der grossen Wiese in der Bildmitte soll der kantonale Werkhof für den Oberthurgau entstehen. Die alte Käserei Schrofen (rechts im Bild) wird einst der Bodensee-Thurtalstrasse (BTS) weichen müssen und abgebrochen. (Bild: Reto Martin)

Auf der grossen Wiese in der Bildmitte soll der kantonale Werkhof für den Oberthurgau entstehen. Die alte Käserei Schrofen (rechts im Bild) wird einst der Bodensee-Thurtalstrasse (BTS) weichen müssen und abgebrochen. (Bild: Reto Martin)

«Nach zahlreichen Evaluationen und vielen Gesprächen mit in Frage kommenden Grundeigentümern haben wir hier einen idealen Ort für den kantonalen Werkhof im Oberthurgau gefunden», sagt Kantonsingenieur Andy Heller. Die Rede ist vom unbebauten Stück Land hinter der «alten Käserei» im Schrofen.

Das war bereits 2016, als der Kanton zu dieser Erkenntnis kam. In den folgenden zwei Jahren habe es zahlreiche Abklärungen, Grundstücksbewertungen und Verhandlungen gebraucht. Am 18. Dezember des vergangenen Jahres stimmte der Regierungsrat schliesslich diesem Geschäft zu, in welchem die Stadt Amriswil und der Kanton Thurgau einen Landtausch vornehmen («Stadt und Kanton tauschen Land» in der «Thurgauer Zeitung» vom 5. Januar 2019). Somit können die Amriswiler Stimmberechtigten bereits am 10. Februar darüber abstimmen.

Umzonung wäre erforderlich gewesen

Noch vor sieben Jahren führte der Kanton einen Projektwettbewerb durch, denn schon damals war klar, dass nach der Reorganisation der kantonalen Werkhöfe im Jahr 2002 (siehe Kasten) der Standort in Kesswil viel zu klein geworden ist. «Um das Raumprogramm gescheit unterzubringen, wäre eine Umzonung erforderlich gewesen», sagt Andy Heller.

Vier Werkhöfe für 800 Kilometer Strassen

Rund 800 Kilometer lang ist das Strassennetz, welches der Kanton Thurgau betreibt und unterhält. Bis 2002 operierte das kantonale Tiefbauamt von sechs Standorten aus. Jeder dieser Standorte war seinerzeit für etwa 135 Kilometer verantwortlich. Nach einer Reorganisation wurde die Anzahl Werkhöfe auf vier reduziert und die Führungsstrukturen entsprechend angepasst. Aktuell gibt es Standorte in Kesswil (soll durch den Neubau in Amriswil ersetzt werden), Sulgen (wurde 2008 erweitert und renoviert), Eschlikon (wurde 2012 neu gebaut) und Frauenfeld. Beim Standort in der Hauptstadt des Kantons können mit der Neuorganisation des Nationalstrassenunterhaltes 2020 die bestehenden Bundesanlagen übernommen werden. (man) www.tiefbauamt.tg.ch

Doch die Gemeinde Kesswil entschied, diese wegen des Moratoriums zum kantonalen Richtplan vorerst einmal auf Eis zu legen. Parallel dazu prüfte der Kanton jedoch auch noch bessere Alternativen im verkehrsreicheren Raum Amriswil. Zuerst hatte man ein Grundstück im Osten der Stadt im Auge, doch letztlich machte der Standort Schrofen das Rennen – unter anderem auch deshalb, weil dort künftig die Verzweigung der Bodensee-Thurtalstrasse (BTS) und der Oberlandstrasse (OLS) zu liegen kommen soll.

Andy Heller ist der Thurgauer Kantonsingenieur. (Bild: Manuel Nagel)

Andy Heller ist der Thurgauer Kantonsingenieur. (Bild: Manuel Nagel)

Zukunftsgerichtet beim BTS-Anschluss

Aber auch «weil wir das Land mutmasslich von der Stadt Amriswil erhalten würden», sagt Heller. Diese erwarb bereits vor einigen Jahren die Parzelle 6044, auf der die «alte Käserei» steht. Es war ein strategischer Kauf im Hinblick auf eine denkbare Umfahrungsstrasse, denn die Stadt selber «hat keinen Verwendungszweck für dieses Gebäude», wie sie in der Abstimmungsbotschaft schreibt. Für das kantonale Tiefbauamt sei dieser Standort beim geplanten BTS-Anschluss ideal und zukunftsgerichtet.

Weil die Stadt mit diesem Landtausch wiederum Bauland und noch rund zwei Millionen Franken bekäme, ist es für beide Seiten eine Win-win-Situation. Der Stadtrat beantragt deswegen, dem Geschäft zuzustimmen. Kommunale Urnenabstimmung vom 10. Februar 2019 zum «Landabtausch mit dem Kanton für den Bau eines Werkhofs für das kantonale Tiefbauamt».

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