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Amriswil hatte den ersten Maxi-Markt der Schweiz

Am 3. September 1969 öffnete der Maxi-Markt beim Sportplatz. Ehemalige Angestellte feiern und blicken zurück.
Manuel Nagel
Felix Kressig, Susanne Rüegsegger (geb. Siegenthaler), Doris Zimmer und Karl Bürge treffen sich an jedem 3. September. Bild: Manuel Nagel

Felix Kressig, Susanne Rüegsegger (geb. Siegenthaler), Doris Zimmer und Karl Bürge treffen sich an jedem 3. September. Bild: Manuel Nagel

«Es war ein Zufall», sagt Karl Bürge, dass der erste Maxi-Markt der Schweiz ausgerechnet in Amriswil in Betrieb genommen wurde. Ein schöner Septembertag sei der 3. September 1969 gewesen und

«Meine Frau Irma stand damals hinter dem Grill und hat für die Kunden Bratwürste gebraten.»

erinnert sich Bürge noch gut daran, wie es vor genau 50 Jahren war.

Hinter den Maxi-Märkten, die schon bald in der ganzen Ostschweiz anzutreffen waren, standen die beiden Ostschweizer Grossisten Leuthold (St.Gallen) und Tanner (Herisau), die sich in der Firma Ovag (Ostschweizer Verteilzentrale) zusammengeschlossen haben. Die Wahl für die erste Filiale fiel auf den Standort beim Sportplatz Amriswil, weil Ovag-Mitbesitzer Leuthold dort im Schatten der Maurer Hochhäuser ein Stück Land gefunden hatte.

Der gelernte Metzger Karl Bürge sollte damals für die Ovag in den geplanten Maxi-Märkten und auch beim Top CC, der ebenfalls zur Firma gehörte, Bedienungsmetzgereien aufbauen. «Aber Herr Leuthold hat damals zu mir gesagt, ich müsse zuerst ein Jahr lang eine Metzgerei führen», erzählt Bürge. Erst dann würde man sehen, ob er für höhere Aufgaben bereit sei.

Spontane Idee für ein Wiedersehen

So verdiente sich der damals 29-jährige Karl Bürge die Sporen im Maxi-Markt Amriswil ab. Mit ihm hinter der Fleischtheke stand Susanne Rüegsegger. Damals hiess sie, 17-jährig, noch Siegenthaler. Leiterin der ganzen Filiale war Doris Zimmer, die heute 85 Jahre alt ist.

Als Bürge vor zwölf Jahren in Pension ging, war es eine spontane Idee, mit den Angestellten der ersten Stunde wieder in Kontakt zu treten und jeweils am 3. September etwas zusammen zu unternehmen. «Und heuer zum 50. Jahrestag wollten wir auch noch weitere ehemalige Maxi-Angestellte einladen und zusammen mittagessen», sagt Bürge. Gekommen ist auch Felix Kressig, der vor 50 Jahren Verkaufsleiter der Ovag war.

Die Maxi-Märkte schlugen damals voll ein – nicht zuletzt wegen der Fleischtheken, die einen hervorragenden Ruf genossen. «Aus der ganzen Region kamen die Leute nach Amriswil», sagt Bürge, und er erinnert sich an den Ansturm während der ersten Tage: Der Laden habe einen Zwangsablauf gehabt und die Gänge seien so schmal gewesen, dass man kaum überholen konnte. «Das Fleisch ist ganz am Ende gekommen und weil unsere Bedienung etwas länger dauerte, gab es oft Rückstau bis zum Eingang», erzählt Bürge.

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