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Amriswil hat zwei Goldmädchen

Jeannine Graf und Nadine Zuberbühler haben sich den Junioren-Schweizer-Meistertitel in der 2er Kür im Kunstradfahren geholt. Ihr nächstes Ziel ist die Teilnahme an der Weltmeisterschaft im kommenden Jahr.
Yvonne Aldrovandi
Das erfolgreiche Amriswiler Kunstrad-Duo Jeannine Graf und Nadine Zuberbühler. (Bild: Donato Caspari)

Das erfolgreiche Amriswiler Kunstrad-Duo Jeannine Graf und Nadine Zuberbühler. (Bild: Donato Caspari)

«Es war ein mega schöner Moment, als wir vom Sieg erfuhren», sagt Nadine Zuberbühler. Und Jeannine Graf ergänzt: «Wir haben uns sogar selber übertroffen. Wir fuhren eine Kür mit neuer persönlichen Bestleistung.»

Die Freude steht ihnen ins Gesicht geschrieben. Jeannine Graf und Nadine Zuberbühler vom Rad- und Motorfahrerverein (RMV) Amriswil haben sich kürzlich einen langersehnten Titel geholt. Mit dem Sieg an der Schüler- und Junioren-Schweizer-Meisterschaft im luzernischen Rothenburg hätten sie gerechnet. «Wir wussten, dass uns niemand den Sieg streitig machen kann. Trotzdem waren wir gespannt auf unsere Punktzahl – die war uns sehr wichtig. Es war dann die höchste, die wir je erreichten», erzählt Nadine Zuberbühler.

Zum letzten Mal im roten Body mit weissem Kreuz


Nebst der Goldmedaille wurde den beiden 17-jährigen Amriswilerinnen der Schweizermeister-Body überreicht. Da es für Jeannine Graf und Nadine Zuberbühler die letzte Saison bei den Junioren war, nahmen sie auch noch an der Internationalen Bodenseemeisterschaft in Wattwil vor zwei Wochen teil. «Um uns noch einmal im rot-weissen Junioren-Schweizermeister-Body zu präsentieren.» Auch dort sei es ihnen gut gelaufen.

Nach Weihnachten werden die beiden Kunstradfahrerinnen zur Elite wechseln. Ihr Ziel sei die Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2019 in Basel. Den Kadertest hätten sie bereits absolviert. Denn das erfolgreiche Bestehen dieses Tests sei unabdingbar für die WM-Teilnahme. Insgesamt rund 40 Gold-, Silber- und Bronze-Medaillen sowie etwa 15 Pokale haben sich die zwei jungen Sporttalente schon geholt. An den Europameisterschaften im Mai in Bazenheid, erkämpften sie sich Bronze – beteiligt hatten sich 14 Nationen.

Seit Jahren Kunstradfahrerinnen

Jeannine Graf und Nadine Zuberbühler haben sich bereits früh dem Kunstradfahren verschrieben. Seit elf Jahren sind sie im RMV Amriswil und trainieren auch zusammen. Geübt wird in der Turnhalle Egelmoos. «Und das dreimal wöchentlich. Wir haben zudem alle zwei Monate einen ganzen Tag Kadertraining und zweimal jährlich ein Trainingsweekend», erklärt Jeannine Graf. Bereits die Mütter der beiden – Monika Graf-Schläpfer und Sandra Zuberbühler-Koller – waren Kunstradfahrerinnen. Monika Graf trainiert die Schülerinnen und Juniorinnen beim RMV.
Kunstradfahren sei eine technisch und koordinativ schwierige Sportart. «Man braucht auch Kraft, Ausdauer und Körperbeherrschung», führt Nadine Zuberbühler aus und fügt an, dass gegenseitiges Vertrauen wichtig sei. «Es muss harmonieren. Wir verstehen uns, ohne dass wir uns miteinander unterhalten müssen.» Eine schwere Sturzverletzung hätten sie glücklicherweise noch nie gehabt, aber blaue Flecken gäbe es immer wieder mal.

Jeannine Graf ist im zweiten Ausbildungsjahr zur Zierpflanzengärtnerin, und Nadine Zuberbühler besucht die Pädagogische Maturitätsschule Kreuzlingen. Die jungen Frauen erzählen, dass sie nicht mehr so viel Freizeit hätten wie früher. Trotzdem – für sie steht fest: «Wir möchten das Kunstradfahren beibehalten.» Es sei noch nie zur Diskussion gestanden, damit aufzuhören.

Disziplin mit langer Tradition

Monika Graf, die Mutter von Jeannine und Trainerin der beiden Sporttalente, weiss, dass das Kunstradfahren eine Disziplin mit langer Tradition ist. Sie betont, dass alle lizenzierten Kunstradfahrerinnen des RMV Amriswil an der Schüler- und Junioren-Schweizer-Meisterschaft ins Finale (1er Kür) gekommen sind. So etwas gäbe es nur bei ganz wenigen Vereinen. Nebst Jeannine Graf und Nadine Zuberbühler, die ebenfalls in der 1er Kür mitgemacht haben, sind dies: Lara Poltéra, Luana Lutz, Delia Uebelhart, Tanisha Tanner und Bettina Germann.

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